Ladenöffnungszeiten: Unternehmen brauchen Spielraum

Eine HDE-Umfrage unter 1.200 Einzelhandelsunternehmen aller Branchen, Größen und Standorte zum Thema Ladenöffnungszeiten zeichnet ein vielfältiges Bild.

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Eine HDE-Umfrage unter 1.200 Einzelhandelsunternehmen aller Branchen, Größen und Standorte zum Thema Ladenöffnungszeiten zeichnet ein vielfältiges Bild. "Die Händler richten sich mit ihren Öffnungszeiten nach den Kundenbedürfnissen vor Ort. Für die Unternehmen ist es wichtig, dass sie dabei möglichst viele Freiheiten haben, um sich optimal an den Wünschen ihrer Kunden zu orientieren.

"Vor allem der stationäre Einzelhandel steht durch die 24-Stunden-Öffnung der Online-Shops unter Druck", so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Der derzeitige Flickenteppich mit unterschiedlichen Regelungen in jedem Bundesland werde den Kundenbedürfnissen nicht gerecht und sorge zusätzlich für erhebliche Verwirrung. Der HDE setzt sich deshalb für eine bundesweite Vereinheitlichung der Ladenöffnung ein. Außerdem soll auch die gelegentliche Sonntagsöffnung möglich bleiben. "Die Kunden shoppen gerne an den verkaufsoffenen Sonntagen. Den Bedenken der Kirchen trägt der Handel dabei gerne Rechnung, indem die Öffnungszeiten erst nach den Gottesdienstzeiten beginnen", so Genth weiter.

Die HDE-Umfrage hatte ergeben, dass die Mehrzahl der Unternehmen zwischen 51 und 55 Stunden in der Woche öffnet, knapp ein Fünftel ist mehr als 60 Stunden für seine Kunden da. Der Lebensmittelhandel weist demnach mit durchschnittlich über 70 Stunden die längsten Wochenöffnungszeiten auf. Spitzenreiter ist der Lebensmittel-Supermarkt mit rund 75 Stunden. Die längsten Öffnungszeiten finden sich in den hochfrequentierten innerstädtischen Standorten und den Sonder- und Gewerbegebieten. (PdH)

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