Krebs-Prozess: Monsanto bekommt hohe Strafe

In den USA soll Monsanto nach einem Urteil einem Krebspatienten wegen verschwiegener Risiken seiner Herbizide Schadenersatz in dreistelliger Millionenhöhe zahlen.

Das mögliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters Roundup beschäftigt die Gerichte in den USA. Bild: GABOT.

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In San Francisco hat ein Gericht die Bayer-Tochter Monsanto iin einem Prozess wegen angeblich verschleierter Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Roundup zu hohem Schadenersatz verurteilt. Bayer hat sich inzwischen irritiert über das millionenschwere Urteil gegen die neue Tochter Monsanto gezeigt: Das Urteil stehe im Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Das sagt Scott Partridge, Vice President von Monsanto. „Wir haben Mitgefühl mit Herrn Johnson und seiner Familie. Die Entscheidung ändert nichts an der Tatsache, dass mehr als 800 wissenschaftliche Studien und Bewertungen – einschließlich derjenigen der U.S. Environmental Protection Agency, des U.S. National Institutes of Health und anderer Regulierungsbehörden weltweit – den Befund unterstützen, dass Glyphosat nicht krebserregend ist und auch Herr Johnsons Krebserkrankung nicht verursacht hat. Wir werden gegen die Entscheidung in Berufung gehen und unser Produkt, welches seit 40 Jahren sicher in Gebrauch ist und für Landwirte und andere ein notwendiges, effektives und sicheres Werkzeug darstellt, auch in Zukunft nachdrücklich verteidigen.

Es bleibt unklar, welche Auswirkungen dieses Urteil hat. Es handelt sich um einen Einzelfall und nicht um eine Sammelklage, doch bleibt der Prozessausgang für Bayer und Monsanto brisant, da diese erste Gerichtsentscheidung wegweisend für zahlreichen weitere Verfahren sein könnte.

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