Neues Mittel gegen Feuerbrand

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Ein neues natürliches Pilzpräparat soll ab nächstem Jahr als Alternative zum umstrittenen Antibiotikum gegen die Obstbaumkrankheit Feuerbrand auf den Markt kommen. Ein Gesuch um Zulassung liegt beim Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) vor.

Am 23. Oktober wurde das Pilzpräparat am 2. Annual Biocontrol Industry Meeting (ABIM) in Luzern vorgestellt, wie das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FIBL) mitteilte. Versuchsreihen hätten gezeigt, dass das Präparat "Blossom-Protect" den gleichen Wirkungsgrad wie Streptomycin erreiche, nämlich 80%, sagte Lucius Tamm, Leiter der Abteilung Pflanzenkrankheiten beim FIBL. Die Wirkung sei außerdem höher als bei den bisher zugelassenen natürlichen Schutzpräparaten gegen Feuerbrand.

Interessant sei das Produkt der süddeutschen Firma "Bio-Protect", weil es aus hefenartigen Mikroorganismen bestehe, die weit in der Natur verbreitet seien, sagte Tamm weiter. Deshalb sei es für Mensch und Tier völlig unbedenklich - im Gegensatz zu Streptomycin. Allerdings werde durch den Einsatz die Fruchtoberfläche ein wenig rauher. Da es sich hierbei aber lediglich um das äußere Erscheinungsbild handle, schätze er diese Folge als nicht gravierend ein. "Außerdem sollte man das noch in den Griff bekommen", ist Tamm überzeugt.

 

In Deutschland und Österreich ist "Blossom-Protect" bereits auf dem Markt. In der Schweiz ist die Einführung für nächstes Jahr geplant, wie Tamm sagte. (lid)

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