Homo Sapiens vs Honigbiene: Wer lernt von wem?

Das Springer Sachbuch mit 66 faszinierenden Fakten rund um die Honigbiene. Es gibt verständliche Geschichten für Themeneinsteiger und langjährige Bienenbegeisterte.

66 x Wissen zum Mitreden und Weitererzählen. Bild: Springer Verlag.

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Die Problematik um das Bienensterben taucht regelmäßig in den Schlagzeilen auf. Der Mensch ist sich bewusst, dass die Honigbiene für das menschliche Überleben essentiell und er auf das Schaffen der Bienen angewiesen ist. Seit Jahrtausenden sind diese hochentwickelten Insekten als Bestäuberinnen für die Landwirtschaft unersetzlich, Honig und Wachs sind seit Jahrtausenden wertvolle Substanzen; auch faszinieren das funktionierende Zusammenspiel eines Bienenstockes und die geometrischen Muster von Waben den Menschen seit jeher. Das kürzlich bei Springer erschienene Sachbuch Das Einmaleins der Honigbiene möchte die Faszination an der Honigbiene wecken und bestehendes Wissen vertiefen.

In 66 kurz gehaltenen Beiträgen - ausgestattet mit zahlreichen Illustrationen - führen der Bienenexperte Jürgen Tautz und der Wissenschaftsvermittler Tobias Hülswitt an das Leben der Bienen heran. Dabei gehen sie leicht verständlich auf die komplette Bandbreite aller relevanten Themen rund um dieses Insekt ein: angefangen von ihrem Lebenslauf, über die Kommunikation innerhalb einer Kolonie, über ihre Navigation zur Blüte bis hin zur Fortpflanzung.

In "Das Einmaleins der Honigbiene" beantworten sie auch weiter gefasste Fragen um das Zusammenspiel von Mensch und Biene: Was zum Beispiel der Mensch von den Insekten in Punkto Erhaltung der Artenvielfalt und harmonisches Zusammenleben mit seiner Umwelt lernen kann. Umgekehrt sind die intelligenten Flügeltiere aber auch auf menschlichen Schutz angewiesen, betonen die Autoren. Pestizide, landwirtschaftliche Monokulturen, Parasiten und Klimawandel bedrohen die Art. Die Botschaft an uns Menschen ist klar: Unterstützen wir die Honigbiene, so unterstützen wir uns selbst.

Jürgen Tautz ist Professor am Biozentrum der Julius-Maximilian Universität in Würzburg. Als Wissenschaftler verfolgt er mit seinem Team zwei Ziele: die Grundlagenforschung zur Biologie der Honigbiene und die Vermittlung des Wissens um die Insekten an eine breite Öffentlichkeit. Die von ihm ins Leben gerufene Plattform www.hobos.de ist Ergebnis seiner Forschung und Aktivität als Wissensvermittler. Für sein Engagement wurde er 2012 mit dem Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinde ausgezeichnet. Momentan engagiert er sich in Projekten wie der Weiterführung von HOBOS in www.we4bee.org und Ausstellungen zum Thema Biene.

Tobias Hülswitt ist freier Autor und Wissenschaftsvermittler. Seit 2008 ist er als Moderator, Konzeptentwickler und Veranstaltungsdesigner für Kulturinstitutionen wie das Goethe-Institut und die Kulturstiftung des Bundes tätig.

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