Herongen: Spargelbauern drohen Landgard

Die Walbecker Landwirte waren 2011 unzufrieden mit der Vermarktung durch Landgard. In diesem Jahr geben sie Landgard noch eine Chance und liefern nach Herongen. 2013 vermarkten die Walbecker eventuell in Eigenregie.

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Die Walbecker Landwirte waren 2011 unzufrieden mit der Vermarktung durch Landgard. In diesem Jahr geben sie Landgard noch eine Chance und liefern nach Herongen. 2013 vermarkten die Walbecker eventuell in Eigenregie. Das berichtet "RP Online". Danach seien die spargelbauern mit dem System, das bei Landgard seit 2011 gilt, nicht zufrieden. „Wir wollen Landgard nicht erpressen, aber die sollen sich bewegen“, sagt Franz Allofs, der Vorsitzende der Spargelbaugenossenschaft Walbeck. Die Unzufriedenheit der Walbecker Spargelbauern habe sich laut Allofs schon im Juni 2011 geäußert. Die Genossenschaftsversammlung habe schlechte Koordination und fehlendes Engagement bei Landgard bemängelt. Dies sei der Grund dafür gewesen, dass die Walbecker nicht die erhofften Erlöse erzielten, berichtet die Online-Zeitung weiter. 

Landgard-Pressesprecher Torsten Brand weist im Gespräch mit "RP Online" allerdings darauf hin, dass die vorige Saison witterungsbedingt unnormal gewesen sei. Die Mitarbeiter hätten mit vollem Einsatz versucht, gute Marktpreise zu erzielen. Die von den Walbeckern gewünschte getrennte Vermarktung ihres Spargels habe höhere Kosten verursacht. „Das ist nur sinnvoll, wenn die Kunden bereit sind, einen höheren Preis zu zahlen. Das will aber keiner“, so Brandt.

Die Walbecker, so ihr Beschluss vom vorigen Juni, wollen es dem Bericht zufolge noch mal mit Landgard versuchen. Sie lieferten sozusagen "Spargel auf Bewährung". Anfang Juni 2012 solle dann eine Entscheidung fallen, ob auch 2013 unter der Regie von Landgard vermarktet werde. (red)

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