Helix: Sicherer und optisch ansprechender Erosionsschutz

Bodendeckerpflanzen verringern das Risiko von abrutschenden Hängen.

Je nach Untergrund gibt es unterschiedliche Befestigungslösungen für das System 'Helix Repens'. Fürs gerade Anbringen ist eine Unterkonstruktion aus Holzlatten sinnvoll. Bild: Helix.

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Ob im Privatgarten, im öffentlichen Raum oder auf einem Firmengelände - die dauerhaft sichere Gestaltung eines Hangs oder einer Böschung ist immer einer Herausforderung. Zum einen sind abschüssige Flächen schwer begehbar und somit die Bepflanzung und auch spätere Versorgung schwierig, zum anderen muss sichergestellt werden, dass das Erdreich selbst bei Starkregenfällen nicht abrutscht. Bodendecker sind daher für diese Bereiche die erste Wahl. Die dichte Wurzel- und Vegetationsschicht, die die Pflanzen bilden, schafft einen hervorragenden Erosionsschutz, verhindert ein schnelles Austrocken des Bodens und macht es Unkräutern schwer, Fuß zu fassen. So bleiben Pflegeaufwand und -kosten dauerhaft gering.

Bewährte Konzepte und Verfahren

Die Gärtnerei Helix aus Kornwestheim ist seit langem spezialisiert auf das Kultivieren von Bodendeckerpflanzen und bietet ein breites Sortiment. Neben Gewächsen im Topf hat das Unternehmen auch die praktischen 'Bodendecker am laufenden Meter' im Programm. Das Besondere hierbei: Die Pflanzen werden ohne Substrat auf Kokos-Woll-Matten gezogen und lassen sich einfach wie Rollrasen verlegen. Das Sortiment besteht aus verschiedenen immergrünen Arten wie zum Beispiel Efeu (Hedera helix), Golderdbeere (Waldsteinia ternata) oder Großblättriges Immergrün (Vinca major). Auch Stauden stehen zur Auswahl: etwa der Teppichknöterich (Polygonum affine), der sich im Laufe des Jahres zunächst mit rosa Blütenkerzen und dann mit rötlichem Laub schmückt, oder Staudenmischungen, die im Sommer bunte Blüten zeigen und im Winter durch ihre Samenstände und filigranen Halme ein interessanter Blickfang sind.

Die vorkultivierten Bodendecker-Standardmatten sind in der Größe von einem Quadratmeter erhältlich. Für großflächige Einsätze können auf Bestellung aber auch Rollen in einer Länge von bis zu acht Metern produziert werden. „Bei Lieferung ist die Vegetationsschicht bereits gut entwickelt, etwa die Hälfte des Kokos-Woll-Gewebes ist bedeckt", so Hans Müller, Inhaber von Helix. „Die Matten und Rollen können platzsparender transportiert werden und haben wenig Gewicht. Gerade bei schwierigem Gelände erleichtert das die Arbeit ungemein. Dank der Vorkultivierung breiten sich die Pflanzen nach dem Verlegen rasch aus und nach einigen Wochen ist von dem braunen Geflecht nichts mehr zu sehen." Mit 'Bodendeckern am laufenden Meter' lässt sich an Flächen mit Steigungen bis zu 45 Grad arbeiten. Bei solchem Untergrund empfiehlt es sich allerdings, die Matten mit einigen Erdnägeln zu fixieren. So haben sie von Anfang an sicheren Halt, bis die Wurzeln der Pflanzen in den Gartenboden eingewachsen sind.

Wenn es richtig steil wird

Aber auch für Steilhänge mit einem stärkeren Gefälle bietet Helix eine Lösung zur schnellen Sicherung und gleichzeitigen attraktiven Begrünung an: Das System 'Helix Repens'. Bei den sehr stabilen Hangbefestigungselementen werden die Bodendecker-Matten zwischen ein Rieselschutzgewebe aus Kunststoff und ein Gitter aus verzinktem Stahl gespannt. Diese Kombination gibt den Pflanzen Halt und sorgt gleichzeitig dafür, dass es weder zu Steinschlag noch zum Abrutschen von lockerem Erdreich kommen kann. „Standardmäßig ist solch ein vormontiertes Element 2,30 Meter lang und einen Meter hoch. Damit lassen sich Böschungen und sogar Fels- oder Betonwände mit einem Neigungswinkel von bis zu 85 Grad passgenau verkleiden. Je nach Untergrund gibt es unterschiedliche Befestigungslösungen", erläutert Müller. Fürs gerade Anbringen ist eine Unterkonstruktion aus Holzlatten sinnvoll. Damit alle Pflanzen gut anwachsen, wird der Spalt zwischen Wand und den Elementen mit Substrat gefüllt. Falls es am Standort notwendig oder angebracht erscheint, kann bei der Montage auch gleich eine Bewässerungsanlage eingebaut werden. Der besondere Charme von 'Helix Repens' ist, dass im sichtbaren Ergebnis immer das lebendige Grün die Hauptrolle spielt. Denn die Konstruktion und das Metallgitter verschwinden schon bald unter einer dichten Vegetationsschicht.

Speziell für Böschungen, die heute im Garten- und Landschaftsbau immer häufiger nach dem Verfahren "Bewehrte Erde" angelegt werden, bietet das Unternehmen aus Baden-Württemberg ebenfalls ein System an: ‘Helix Repens DG'. Die Elemente bestehen neben dem Frontgitter, der Vegetationsmatte und dem Rieselschutz aus einem Bodengitter, Abstandhaltern und einem horizontalen Bewehrungsgitter aus Kunststoff. Diese Konstruktion sorgt neben der Standsicherheit für eine sofortige, flächige Begrünung des Erdbauwerks bei Hangneigungen von 60 oder 70 Grad. Das ist nicht nur ästhetisch und ökologisch ein Pluspunkt, sondern schützt zudem innen liegende Gewebeschichten vor UV-Einstrahlung und verlangsamt so deren Alterungsprozess. (Helix)

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