HDG: Dauergrabpflegeeinrichtungen im Norden auf Fusionskurs

Die Nordwestdeutsche Treuhandstelle für Dauergrabpflege GmbH in Bremen und die Treuhandstelle für Dauergrabpflege Schleswig-Holstein GmbH haben in diesen Wochen Gespräche mit dem Ziel einer Fusion der beiden berufsständischen Einrichtungen der Friedhofsgärtnereien aufgenommen. Die Gesellschafter beider Einrichtungen hatten kürzlich den Weg zur Aufnahme der Gespräche freigemacht.

Die Nordwestdeutsche Treuhandstelle für Dauergrabpflege GmbH in Bremen und die Treuhandstelle für Dauergrabpflege Schleswig-Holstein GmbH wollen fusionieren. Bild: GABOT.

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“Die Fusion der beiden Gartenbauverbände im Norden hat gezeigt, dass eine Zusammenarbeit mit 2 Geschäftsstellen und ehrenamtlichen Vertretern aus 5 Bundesländern reibungslos möglich ist,” bekräftigt Henning Sannemann, Aufsichtsratsvorsitzender in der Bremer Einrichtung.

„Wir haben die Strukturen der beiden Treuhandstellen abgeglichen und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass eine ganze Reihe von Synergien zu schöpfen ist,“ ist der Vorstandsvorsitzende der Kieler Treuhandstelle, Ralf Kretschmer, überzeugt.

Eine Lenkungsgruppe mit je 3 Vertretern plus Geschäftsführer aus beiden Einrichtungen wird die Rahmenbedingungen der Fusion bestimmen sowie die Grundlagen für die künftige Treuhandstelle erarbeiten. In einer ersten Zusammenkunft sei man bereits sehr weit vorangekommen:

Es wird bei der Rechtsform einer GmbH verbleiben. Beide Geschäftsstellen in Kiel und in Bremen werden mit den dortigen Teams weiter als Ansprechpartner für Kunden und Vertragsunternehmen zur Verfügung stehen.

Auch die gebietliche Zuständigkeit ändert sich nicht: Die Bundesländer Schleswig-Holstein und Bremen sowie weitere Regionen in Nordwestniedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern werden betreut.

Da beide Einrichtungen mit derselben Software arbeiten und im Umgang mit der angebotenen Dienstleistung Dauergrabpflege ähnliche, zum Teil identische Vorgehensweisen haben, erwarten die Geschäftsführer eine zügige Umsetzung der technischen Seite der Fusion.

Die Verantwortlichen sehen ein Einsparungspotenzial in einem Umfang von 25 bis 30% der beiden Haushalte. Die erhofften Synergien generieren sich aus nahezu allen Bereichen der Geschäftstätigkeit. Das altersbedingte Ausscheiden des Geschäftsführers der Bremer Einrichtung, Joachim Meyer-Rehberg, aus seiner aktiven Arbeitszeit Anfang 2023 begünstigt die Fusionsbestrebungen.

Natürlich erhoffen sich die Betreiber auch günstigere und bessere Möglichkeiten zur Anlage des Treuvermögens.

Die Vertragsunternehmen wurden bereits vor wenigen Tagen durch Rundschreiben über die geplante Entwicklung informiert. (HDG)

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