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Handel fordert: Girocard muss günstiger werden
Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert eine deutliche Senkung der Entgelte für Händler zur Nutzung des in Deutschland weit verbreiteten Girocard-Verfahrens. „Das Kartellamt hat zu Recht die bisherige Preispolitik kritisiert und eine Neuordnung eingefordert. Nun ist die Kreditwirtschaft am Zug, die Änderungen rechtzeitig und zuverlässig umzusetzen“, so HDE-Experte Ulrich Binnebößel. Während der Umstellungsphase seien die Netzbetreiber und die Kreditwirtschaft in der Pflicht, um einen reibungslosen Weiterbetrieb des Bezahlens mit EC-Karte und PIN zu gewährleisten. Verzögerungen bei der Umsetzung der kartellrechtlichen Vorgaben dürften nicht zu Ausfällen oder Problemen im Betrieb des Girocard-Verfahrens führen.
Mit dem Bundeskartellamt wurde im April vereinbart, dass ab November 2014 individuelle Vereinbarungen die bisherigen starren Entgeltregelungen ablösen sollen. In einer ersten Stufe sollen dabei vornehmlich die Netzbetreiber für mittelständische Händler sowie Großunternehmen und Verbundgruppen Verhandlungen mit den Banken führen. In einer zweiten Stufe soll ab 2016 eine technische Infrastruktur für noch individuellere Verhandlungsoptionen geschaffen werden. „In der Praxis sind die Verhandlungsoptionen der Händler leider sehr eingeschränkt. Kaum ein Händler kann auf die Nutzung des PIN-Verfahrens vollständig verzichten, das schwächt die Verhandlungsposition deutlich“, so Binnebößel. Wirkungsvoller sei deshalb eine Einbindung des Girocard-Verfahrens in die geplante europäische MIF-Verordnung, in der die Entgelte für die Händler gedeckelt werden sollen. (PdH)

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