"Grüne Berufe": Werden von Jugendlichen geschätzt

Ausbildungszahlen in grünen Berufen sind leicht angestiegen.

Die Arbeit an der Pflanze begeistert wieder mehr Menschen. Bild: GBOT.

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Die „Grüne Berufe“ werden weiterhin von Jugendlichen für ihre Ausbildung geschätzt. Im laufenden Ausbildungsjahr 2017/2018 haben bundesweit insgesamt 13.700 Jugendliche einen Ausbildungsvertrag in den „Grünen Berufen“ neu abgeschlossen. Gegenüber dem Vorjahr ist dies trotz starker Konkurrenz um Ausbildungsplätze eine positive Veränderung von einem Prozent.

Bis zum 30. September 2017 wurden in Westdeutschland 11.020 Neuverträge (+0,8%) abgeschlossen, in Ostdeutschland 2670 Neuverträge (+1,8%). Nach Einschätzung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) wirken sich die Konzepte zur Werbung und Öffentlichkeitsarbeit sowie zur gezielten Ausrichtung der Berufsinformation für die landwirtschaftlichen Berufe durch die entsprechenden Organisationen und Verbände positiv auf die Entwicklung der Ausbildungszahlen aus. Auch die in den letzten Jahren ergriffenen Maßnahmen zur Qualitäts- und Attraktivitätssteigerung der Ausbildungsberufe im Agrarbereich sind Ursachen der positiven Entwicklung.

Regional betrachtet stiegen die Neuverträge in Thüringen (+8,1%), Mecklenburg-Vorpommern (+8,0%), Rheinland-Pfalz (+6,7%), Niedersachsen (+3,8%), Sachsen-Anhalt (+3,4%), Sachsen (+1,4%) und in den Stadtstaaten Bremen (+20%) und Hamburg (+9,0%). Zuwächse verzeichneten die Berufe mit den meisten Ausbildungsplätzen Gärtner/in (+ 5,6%) und Landwirt/in (+ 0,2%). Beim Beruf Tierwirt/in stiegen die Ausbildungszahlen um 7,6%, bei Fischwirt/in um 3,7%, bei der Fachkraft Agrarservice um 3,3%, bei Milchtechnologe/-technologin um 1,4%, bei Forstwirt/in um 1,4% und beim neuen Beruf Pflanzentechnologe/-technologin um 31,4%.

Der Bedarf an Fachkräften im landwirtschaftlichen Bereich wird sich in den kommenden Jahren nach Einschätzung des Deutschen Bauernverbandes weiter erhöhen. Gründe sind die steigenden und teils veränderten beruflichen Anforderungen sowie die fortschreitenden strukturellen Entwicklungen.

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