Grennpeace: "Erdbeeren sind süßes Gift"

Schweizer Erdbeeren aus konventionellem Anbau sind häufig mit teils sehr problematischen Pestiziden belastet. Das ist das Resultat von Analysen, die Greenpeace Schweiz in Auftrag gegeben hatte. Die Bio-Proben waren alle sauber.

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Schweizer Erdbeeren aus konventionellem Anbau sind häufig mit teils sehr problematischen Pestiziden belastet. Das ist das Resultat von Analysen, die Greenpeace Schweiz in Auftrag gegeben hatte. Die Bio-Proben waren alle sauber.

Die Erdbeere ist eine der Lieblingsfrüchte der SchweizerInnen. Vor allem bei Kindern steht sie ganz hoch im Kurs. Das ist gut so, denn die süße Beere ist reich an Vitamin C und sekundären Pflanzenstoffen, die der Körper braucht um gesund zu bleiben.

Der Anbau der roten, kleinen Frucht hat jedoch eine Schattenseite: synthetische Gifte! Greenpeace hat bei verschiedenen Großverteilern Erdbeeren aus der Schweiz gekauft und durch ein unabhängiges Labor auf Pestizid-Rückstände testen lassen. Das Resultat macht vor allem Lust auf Bio-Genuss: Die meisten Erdbeeren aus konventionellem Anbau enthielten mindestens vier Pestizide. Wegen der Rückstände dürften sie für Babynahrung aufgrund der strengen Herstellungs-Richtlinien nicht verwendet werden. Alle Bio-Erdbeeren und lediglich eine Probe aus konventioneller Produktion waren pestizidfrei. 

Greenpeace hält die gemessenen Werte zweier konventioneller Proben bei Kindern für toxikologisch bedenklich – obwohl die gültigen Höchstwerte in allen Proben eingehalten wurden. Bei der staatlichen Bewertung von Risiken durch Pestizide und Pestizidrückstände werde jeder Rückstand und jeder Stoff einzeln für sich betrachtet. Das spiegele jedoch nicht die Realität wieder und dürfe nach Ansicht von Greenpeace nicht als wissenschaftlich angesehen werden. 

Greenpeace fordert einen grundsätzlichen Wandel in der Agrarpolitik: Es sei höchste Zeit, aus der industriellen Chemie-Landwirtschaft auszusteigen und auf eine nachhaltige Landwirtschaft zu setzen, die gesunde Lebensmittel für uns alle produzieren könne. Die Lösung liege nach Meinung der Umweltorganisation in der ökologischen Landwirtschaft.

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