Greenpeace: Marktcheck von Tiefkühl-Gemüse

Im Winter ist tiefgekühltes Gemüse ein wichtiger Nährstoff-Lieferant.

Greenpeace beleuchtet Tiefkühl-Gemüse. Bild: © Mitja Kobal / Greenpeace.

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Durch Schockfrosten gleich nach der Ernte enthalten Erbsen, Karotten, Spinat und Co. aus der Tiefkühlung viele Vitamine, sind lange haltbar und in den kalten Monaten einfach verfügbar. In Bio-Qualität aus heimischer Landwirtschaft ist Tiefkühl-Gemüse auch aus Umweltsicht durchaus zu empfehlen. 

Check von Tiefkühl-Gemüse im Supermarkt

In der kalten Jahreszeit hat Greenpeace bei einem Marktcheck ausgewähltes Tiefkühl-Gemüse unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist zufriedenstellend: fünf der zehn abgefragten Sorten sind im Schnitt in Bio-Qualität im Tiefkühlregal zu finden, immerhin zwei Drittel davon kommen aus österreichischer Landwirtschaft. Beim bestplatzierten Interspar ist immerhin bei sieben der zehn abgefragte Gemüsesorten zumindest ein Bio-Produkt erhältlich. Beim Vergleich der Umweltauswirkungen schneidet Tiefkühl-Gemüse gut ab: So sind beispielsweise tiefgekühlte Erbsen beim Einkauf besser fürs Klima als die Alternativen im Glas oder der Dose, welche bis zur Supermarktkasse um 40% mehr klimaschädliches CO2 verursachen.

Tipps: Einkauf und Konsum von Tiefgekühltem

Entscheidend für die gesamte Klimabilanz von gefrorenem Gemüse ist aber vor allem das Verhalten der Käufer:innen. Bei der tiefgekühlten Variante haben die Lagerdauer und die Verarbeitung daheim den größten Einfluss auf die Klimabilanz. Greenpeace empfiehlt den Einkauf von Bio-Gemüse - wenn möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Gemüse daheim im Gefrierschrank nicht horten, das Gerät regelmäßig abtauen und bei Neuanschaffung auf eine hohe Energieeffizienz achten.

Bio-Gemüse ist top für Mensch und Umwelt

Viel Gemüse im Rahmen einer pflanzenbasierte Ernährung tut der Gesundheit und Umwelt gut. Das sichert uns eine zukunftsfitte Ernährung. Umweltfreundlichen biologisch hergestellten Lebensmitteln schonen Boden und Wasser, sichern das Überleben von wichtigen Bestäubern wie Bienen und erhalten und fördern die Vielfalt von Pflanzen und Tieren.

Abgefragt hat Greenpeace zehn Sorten: Erbsen, Karotten, Mais, Spinat, Fisolen, Brokkoli, Rotkraut, Soja-Bohnen/Edamame, ein weiterer sortenreiner Artikel und ein Gemüse-Mix mit maximal zwei Sorten. Bio-Gemüse aus dem Tiefkühlregal gibt es in den Supermärkten vor allem von folgenden Bio-Eigen- bzw. Exklusiv-Marken des Handels:

  • Interspar und Spar: Spar Natur pur
  • Billa und Billa Plus: Ja natürlich, Billa bio
  • Mpreis (in Tirol): Alnatura
  • Hofer: Zurück zum Ursprung, Bio nature
  • Lidl: Ein gutes Stück Heimat
  • Penny: Echt bio
  • Unimarkt: Alnatura

Von der bekannten Marke Iglo war beim Marktcheck kein einziges Gemüse in Bio-Qualität.

Der Marktcheck von Tiefkühl-Gemüse

Greenpeace hat das Angebot der Supermärkten an biologisch hergestelltem Gemüse-Artikeln und die Herkunft der Tiefkühl-Ware bewertet. Platz eins beim Sortimentsvergleich belegt Interspar vor Spar, Billa Plus und Billa, die alle vier dank ihrer Bio-Eigenmarken mit “Sehr Gut” abschneiden. Mehr Infos zum Abschneiden der Supermärkte, zu den Bewertungskriterien und Wissenswertes rund um tiefgekühltes Gemüse gibt es im Hintergrundpapier. (Greenpeace)

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