Gemüseproduktion: Rahmenbedingungen erleichtern

Mit aktuell 128.900 Hektar arbeiten die Gemüsegärtner auf 52% der gärtnerisch genutzten Flächen in Deutschland. Die Zahl der Betriebe habe sich mit nun rund 6.600 im Vergleich zu 1990 deutlich verkleinert, berichtete der Geschäftsführer der Bundesfachgruppe Gemüsebau im Bundesausschuss Obst und Gemüse im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) Jochen Winkhoff auf der 53. Herbsttagung vom 22. bis 24. November 2018 in Rostock.

Konzentriertes Zuhören war bei der 53. Jahrestagung der Fachgruppe Gemüsebau in Rostock gefordert. Foto: Fachgruppe Gemüsebau.

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Gründe für die Abnahme der Betriebe seien auch erschwerte Rahmenbedingungen, die es gerade kleineren Produzenten oft nicht mehr ermöglichen, wirtschaftlich zu arbeiten. Als ein Beispiel dafür nannte Winkhoff die nach wie vor stockende Harmonisierung in der EU beim Pflanzenschutz, bei Sozialstandards oder beim Mindestlohn.

Andreas Kröger, Präsident des gastgebenden Wirtschaftsverbandes Gartenbau Norddeutschland griff das Thema Dürre auf, das viele Betrieben in diesem Jahr beschäftigte. Ausfälle durch Wetterkapriolen nehmen zu, die Betriebe haben allerdings kaum Möglichkeiten, diese auszugleichen. Kröger diskutierte mit den Gemüsegärtnern mögliche Instrumente der Risikovorsorge.

Auf aktuelle Erfolge wie zum Beispiel die Entfristung der 70-Tage-Regelung für Saisonarbeitskräfte ging Dr. Jürgen Buchwald, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern ein. Detlef Kurreck, Präsident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern, forderte von der Politik Ehrlichkeit und Sachverstand bei der Diskussion zum Pflanzenschutz. „Wir treffen in der Bevölkerung häufig auf vorgefasste Meinungen. Wir müssen diese Themen aber einer breiten Schicht verständlich machen und Wege finden, miteinander auszukommen“ erklärte Kurreck.

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