Gemüsebau: Pflanzenschutz wird immer schwieriger

Während die Probleme mit Krankheiten und Schädlingen im Gemüsebau zunehmen, reduziert sich gleichzeitig die Anzahl der zur Verfügung stehenden Pflanzenschutzmittel.

Die Ernte der Freilandgurken ist im vollen Gange. Foto: BfG.

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Bodenbürtige Pathogene, Schädlinge wie die rote Spinne, Auflaufverzögerungen und Pilzkrankheiten erschweren den Freilandgemüseanbau. Eine bedenkliche Situation, zumal weniger wirksame Pflanzenschutzmittel zur Verfügung stehen.

Diese Problematik diskutierten die Teilnehmer der dritten Informationsfahrt zum Pflanzenschutz mit Heinz-Peter Frehn und Christoph Frehn vom Gurkenhof Frehn und dem Vorsitzenden der Bundesfachgruppe Gemüsebau (BfG) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG), Christian Ufen, am 24. Juni 2019 im Brandenburger Schöneiche.

Heinz-Peter Frehn, der auch Demeter- und Naturland-zertifizierten Anbau betreibt, verwies auf die nötigen nichtchemischen und chemischen Pflanzenschutzverfahren und sprach sich für eine breite Wirkstoffpalette aus, um Resistenzbildungen zu vermeiden. In diesem Zusammenhang wurde auch der verstärkte Anwenderschutz beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln besprochen. Christian Ufen mahnte zusammen mit Heinz-Peter Frehn und Christoph Frehn eine realistische Praxistauglichkeit an.

Bei der Fahrt waren Vertreter des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR), des Julius Kühn-Institutes (JKI), des Umweltbundeamtes (UBA), des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und weiterer Organisationen anwesend. Die Informationsfahrten zum Gemüsebau finden zweijährlich im Wechsel mit einer Informationsfahrt zum Obstbau statt. (ZVG/BfG)

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