Gemeinschaftsveranstaltung: "Rettet den Vorgarten!"

Am Donnerstag, 22. August 2019, lud der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW e. V. (VGL NRW) in Kooperation mit dem Verband Haus & Grund Ruhr zur Veranstaltung „Rettet den Vorgarten“ in Essen ein.

V. l.: Dirk Kolacek, Stefan Wenzel, Werner Weskamp, Peter Menke, Andrea Beckmann, Markus Holt. Bild: VGL NRW.

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Mitglieder der Verbände Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW e. V. (VGL NRW) und Haus & Grund Ruhr fanden sich im grünen Ambiente der Gartenstadt Margarethenhöhe zusammen, um sich über das Thema Vorgarten zu informieren und auszutauschen. Anstoß zu dieser Veranstaltung waren die stetig zunehmenden Schottervorgärten, die in Deutschland eine immer stärkere Verbreitung finden.

Der Vorgarten in Zeiten von Klimawandel und Insektensterben

Mit Grußworten eröffneten Thomas Banzhaf, Vizepräsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. und Werner Weskamp, Geschäftsführer von Haus & Grund Ruhr, die Veranstaltung. Im Anschluss lieferten zwei Referenten fachlichen Input: So griff Stefan Wenzel, stellvertretender Landesvorsitzender des NABU NRW, den klimatologischen Aspekt auf und verdeutlichte in seinem Vortrag, wie das Klima in Städten durch begrünte Vorgärten, aber auch durch Dach- und Fassadenbegrünung angenehm reguliert werden kann. Grüne Oasen sorgen dafür, dass Städte gerade im Sommer in den Abendstunden und in der Nacht angenehm abkühlen. Da sowohl die Hitze- als auch die Sommertage im Zuge des Klimawandels immer mehr zunehmen, sei es umso wichtiger, dicht besiedelte Gebiete mehr zu begrünen.

Der anschließende Vortrag von Diplom-Biologe Dr. Markus Holt stellte die Insektenfreundlichkeit von (Vor-)Gärten in den Mittelpunkt. Holt stellte heraus, dass nicht nur die Schottergärten keine Nahrungs- und Nistplätze für Insekten bieten, sondern auch viele Pflanzenarten nutzlos für heimische Insektenarten seien. Das liege vor allem daran, dass viele gern verwendete Pflanzen ihre ursprüngliche Heimat in Asien oder Südamerika haben, die von vielen heimischen Insektenarten nicht angeflogen werden. Holt warb daher für die Bepflanzung des eigenen Gartens mit heimischen Pflanzen.

Podiumsdiskussion und Gartenführungen

Nach den Vorträgen hatten die Gäste Gelegenheit, Fragen an die Landschaftsgärtner Dirk Kolacek von der StadtGrün Ruhr GmbH und Andrea Beckmann von der Beckmann GmbH sowie an Werner Weskamp zu stellen. In einer Podiumsdiskussion, moderiert durch Peter Menke von der Agentur NED.WORK, gaben die Experten hilfreiche Tipps und Lösungsvorschläge zu einer pflegeleichten, aber lebendigen Vorgartengestaltung. Als Empfehlung nannten sie einfach umsetzbare Pflanzkonzepte mit Bodendeckern. Zudem beschrieben sie Ideen für einen ökologisch und klimatologisch aufgebauten Steingarten, der sich von einem Schottergarten durch das ausgewogene Zusammenspiel von Stein und Pflanze unterscheidet und dadurch einen Mehrwert für das Klima bringt.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch Führungen durch die Mustergartenanlage im Grugapark. Dorothée Waechter, Fernsehexpertin des ARD Morgenmagazins, Sabine Weller, Geschäftsführerin der Mustergartenanlage sowie Fritzi Hollmann vom Betrieb Bredenbrücher GbR führten die Gäste durch die Mustergärten und gaben anhand praktischer Beispiele Inspiration für eine ökologische und arbeitsarme Vorgartengestaltung.

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