Gartenbau NRW: Unberechenbarkeit der Politik gefährdet Existenzen

Laut Gartenbauverband NRW sollten verlässliche und praktikable Rahmenbedingungen das Ziel einer Politik sein, die regionale Produktion fördern möchte.

Die deutsche CO2-Steuer kommt einem staatlich verordneten Wettbewerbsnachteil gleich, heißt es beim Gartenbauverband in NRW. Bild: GABOT.

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Die von CDU, CSU, SPD und GRÜNE festgelegte CO2-Steuer von 25 Euro pro Tonne CO2 ab 2021, mit einer Steigerung auf 55 Euro pro Tonne bis 2025, zeigt, dass alle Parteien immer noch nicht verstanden haben, dass unsere Gartenbaubetriebe im internationalen Wettbewerb stehen. „Gartenbaubetrieben werden ohne Sinn und Verstand immer höhere Steuerlasten aufgebürdet. Dabei haben wir schon den höchsten Strompreis in der EU und die höchsten Steuer- und Sozialabgaben weltweit“, so Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen e.V...

Nordrhein-Westfalen ist Gartenbauland Nummer 1 in Deutschland. Der Gartenbau prägt dadurch wie keine andere Branche unser Leben und unsere Wirtschaft hier in Nordrhein-Westfalen und ist wie keine andere Branche abhängig vom Klima. Denn vom Gärtner wird die Bereitstellung von Frischware für den Markt von Obst, Gemüse und Zierpflanzen erwartet, dessen Qualität von den Witterungsbedingungen beeinflusst wird. Innovative Entwicklungen wie stress- und hitzetolerante Pflanzen, umweltfreundliche Verpackungen, Bio-Dünger sowie Technologieeinsatz für Strom- und Wassereinsparungen zeigen, dass der Gartenbau immer nachhaltiger wirtschaftet.

Verlässliche und praktikable Rahmenbedingungen, das sollte das Ziel einer Politik sein, die regionale Produktion fördern möchte. Wenn Abgaben höher und deutsche Insellösungen geschaffen werden, aber gerade der Gartenbau in direkter Konkurrenz mit unseren EU-Nachbarn steht, kommt die deutsche CO2-Steuer einem staatlich verordneten Wettbewerbsnachteil gleich. Deshalb ist eine EU-Harmonisierung der CO2-Besteuerung unerlässlich, wenn noch größere Wettbewerbsnachteile für deutsche Betriebe vermieden werden sollen. Sonst wird das Ergebnis sein, dass immer mehr Betriebe nicht mehr existenzfähig sind.

„Wir Gärtner sind Teil der Lösung für die zukünftigen Klimaherausforderungen, denn unsere Pflanzen schaffen Biodiversität, spenden Schatten und reinigen die Luft. Wir können Klima. Wenn die Politik uns lässt“, so Kähler-Theuerkauf. (Gartenbau NRW)

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