Gartenbau NRW: Delegiertenversammlung in Essen

Am 7. November 2019 fand die Delegiertenversammlung des Landesverbandes Gartenbau Nordrhein-Westfalen e.V. in der Messe Essen statt.

Präsidentin Eva Kähler-Theuerkauf bei ihrer Ansprache an die Mitglieder und Gäste der diesjährigen Delegiertenversammlung in der Messe Essen. Bild: Landesverband Gartenbau NRW.

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Traditionell wurde auf der Delegiertenversammlung des Landesverbandes Gartenbau Nordrhein-Westfalen e.V. der Vormittag durch einen Rückblick auf die Fachverbandsarbeit bestimmt. Deutlich kam durch die Vorsitzenden zum Ausdruck, dass wirtschaftliche Unsicherheiten nach einem schwierigen Jahr die Stimmung im Produktionsgartenbau drücken. Von Pflanzenschutz, Pflanzenpass und anderen Auflagen oder bürokratischen Hürden bis zu fehlenden Fachkräften, der Düngeverordnung und klimabedingten Veränderungen - viele Themen die das Jahr des Gartenbaus bestimmten. Dennoch wurde dem Zuhörer deutlich, der Gartenbau ist innovativ und ideenreich. Gerade in Nordrhein-Westfalen, dem Gartenbauland Nr. 1, müssen wir selbstbewusst auftreten und die Umsetzung des Klimaschutzes voranbringen, unterstrich Präsidentin Kähler-Theuerkauf in ihrer Ansprache. Das Wetter können wir nicht beeinflussen, aber wir können unsere Rahmenbedingungen verbessern. Unwissenheit der meisten Menschen um den Gartenbau ist unser größtes Problem, deshalb müssen wir alle in Zukunft mehr in die Öffentlichkeit gehen und zeigen, wer wir sind und was wir für die Gesellschaft Gutes machen. Seien sie stolz auf unseren Gartenbau, auf Ihre Arbeit und unsere Zukunftsstrategien, so Eva Kähler-Theuerkauf. Der Höhepunkt der internen Delegiertenversammlung war die Wiederwahl der Präsidentin. Mit überragender Mehrheit wurde Eva Kähler-Theuerkauf für eine weitere Amtsperiode zur Präsidentin des Landesverbandes Gartenbau NRW von den Delegierten gewählt und ihr das weitere Vertrauen ausgesprochen.

Ehrungen und Impulse der Landesregierung NRW

Bertram Fleischer, Generalsekretär des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), Berlin, sprach in seinem Grußwort über aktuelle Themen der Bundesarbeit und betonte die Notwendigkeit eines gemeinsamen Dialoges aller gärtnerischen Verbände. Dr. Heinrich Bottermann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen zeigte in seinem Impuls „Klimawandel als Herausforderung und Chance für den Gartenbau“, welche Perspektiven für die grüne Branche aus Sicht der Landesregierung bestehen. Hierbei machte er sehr deutlich, dass der Klimawandel eine gemeinsame gesellschaftliche Entwicklung ist und es gerade bei der CO²-Bepreisung keine Schnellschüsse geben dürfe. Bei der aktuell geführten Diskussion zur CO²-Bepreisung brauche es faire und gerechte Lösungsansätze. In der Überlegung sei deshalb zu berücksichtigen, dass der Gartenbau nicht nur CO² emittiere, sondern ganz wesentlich CO² binde, so Bottermann.

Geehrt wurden Jakob Röllgen, Köln und Karl-Heinz Compes, Büttgen mit jeweils einer Ehrenmedaille und einer Ehrennadel des Landesverbandes für besondere ehrenamtliche Verdienste in Silber und Gold zum Wohle des Berufsstandes Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Ehrung von 18 nordrhein-westfälischen Gartenbaubetriebe, die im Rahmen der Leistungswettbewerbe auf der diesjährigen BUGA in Heilbronn Große Goldene Medaillen, Ehrenpreise oder Staatsehrenpreise errungen haben. Auch der Nachwuchs kam in diesem Jahr nicht zu kurz. Die besten Gärtnerinnen und Gärtner der Sommerprüfung 2019 wurden mit einer Urkunde des Landesverbandes und einem Sachpreis geehrt und von den rund 170 Gästen im Saal beglückwünscht. Stefan Verhasselt, bekannt durch den WDR 4, bot mit seinem kabarettistischen Impuls über Schottergärten und Buchsbaumzünsler auf niederrheinische Mundart einen kurzweiligen Abschluss des Nachmittags. (Landesverband Gartenbau NRW)

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