GaLaBau Gzimi: Zukunft gesichert

Im April hatte die Gzimi Garten- und Landschaftsbau GmbH einen Insolvenzantrag gestellt. Jetzt konnte die Zukunft des Unternehmens gesichert werden.

Der Geschäftsbetrieb des Garten- und Landschaftsbauers wurde vollumfänglich weiter fortgeführt. Bild: GABOT.

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Die Gläubiger der Gzimi Garten- und Landschaftsbau GmbH aus Olching bei München haben jetzt dem vorgelegten Insolvenzplan im Abstimmungstermin zugestimmt. Insolvenzverwalter Ivo-Meinert Willrodt von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH begrüßt die hohe Zustimmung zum erarbeiteten Zukunftskonzept. Alle Arbeitsplätze am Standort in Olching bleiben damit erhalten.

Der vorgelegte Plan soll vorbehaltlich einer noch ausstehenden steuerlichen Bedingung vom Amtsgericht München möglichst zeitnah bestätigt werden. Danach wird das Insolvenzverfahren aufgehoben. Teil des erarbeiteten Insolvenzplanes ist eine neue Eigentümerstruktur, bei der die renommierte idverde-Gruppe als Investor sämtliche Anteile übernimmt. Damit baut das bekannte GaLaBau-Unternehmen seine Präsenz in Deutschland weiter aus.

Insolvenzplan als passendes Sanierungsinstrument

„Ich bedanke mich für die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten und freue mich über die erfolgte Zustimmung der Gläubiger. Der Insolvenzplan hat sich als das passende Instrument zur Neuaufstellung des Betriebes herausgestellt. Durch die Einigung mit den Gläubigern kann der Rechtsträger des Garten- und Landschaftsbauers erhalten werden“, erklärt PLUTA-Sanierungsexperte Willrodt. Dies ist vor allem bei Kundenbeziehungen, die öffentlich-rechtliche Träger betreffen, ein großer Vorteil. „Verträge müssten sonst neugestaltet und teilweise gänzlich neu ausgeschrieben werden“, so der Insolvenzverwalter weiter. Mit der idverde Gruppe hat der Betrieb zudem einen starken Partner mit einem europaweiten Netzwerk an seiner Seite. Rechtsanwalt Wolfgang Bernhardt aus dem Sanierungsteam ergänzt: „Davon profitieren am Ende auch die Gläubiger, die voraussichtlich eine Quote im zweistelligen Bereich erhalten werden.“ Der Insolvenzplan wurde durch die Schuldnerin vorgelegt, die die Sanierungsexperten Thomas Klöckner und Michael George von der Kanzlei LECON RESTRUKTURIERUNG / München mit der Ausarbeitung und Umsetzung beauftragt hat.

Die Gzimi Garten- und Landschaftsbau GmbH wurde 2005 von Gzim Krasniqi gegründet, der den Betrieb heute zusammen mit Christopher Nolde führt. Das Unternehmen gehört zu den größten Landschaftsbauern für Großbauprojekte im bayerischen Raum. Die Gesellschaft ist seit Gründung auf zuletzt fast 40 Mio. Euro Gesamtleistung gewachsen. Kunden sind mehrere städtische Einrichtungen und Gemeinden im Umkreis. Realisiert werden großflächige Außen- sowie Parkanlagen für öffentliche Auftraggeber und für Generalunternehmer sowie Bauträger.

Gzimi hatte Anfang April 2022 einen Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht München ordnete daraufhin die vorläufige Insolvenzverwaltung an und bestellte Ivo-Meinert Willrodt von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Der Geschäftsbetrieb des Garten- und Landschaftsbauers wurde vollumfänglich weiter fortgeführt. Zusammen mit der Geschäftsführung führte der Insolvenzverwalter und sein Team mehr als 20 Großprojekte für verschiedene Kunden planmäßig weiter durch. Zum 8. Juli 2022 wurde das Verfahren eröffnet.

Deutschlandweite Expansion wird vorangetrieben

Die idverde Gruppe ist ein führender Anbieter für Garten- und Landschaftsbau in Europa. Die Gruppe verfügt über langjährige Erfahrung in jedem der Märkte, in denen sie in Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Dänemark und Deutschland vertreten ist. Im Jahr 2020 erzielte idverde einen Umsatz von 800 Mio. Euro und beschäftigt heute über 8.000 Mitarbeiter in Europa. Für 2022 strebt die Gruppe 1 Mrd. Euro Umsatz an.

„Gzimi ist für uns ein starkes Standbein in Bayern und setzt nach Mainz und Stuttgart die Achse der grünen Expertise im Südosten Deutschlands fort. Der Zuwachs ist in vielerlei Hinsicht chancenreich - Gzimi wird Idverde mit einer sehr erfahrenen Belegschaft bereichern und sich gleichzeitig selbst durch den Anschluss an die Gruppe weiterentwickeln“, erklärt Jan Jörgenshaus, CEO von Idverde Deutschland. (PLUTA)

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