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Freiland: Tropfbewässerung und Düngung via Internet
Die Pflanzenforscher der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) stellten jetzt in Schiltberg bei Aichach Versuche zur Tropfbewässerung und Düngung bei Kartoffeln vor. Hierbei geht es um Fragen der Effizienz verschiedener Bewässerungsarten im Vergleich ebenso wie um die konkrete Handhabung der Bewässerung und auch der Düngung per Tröpfchenschlauch.
Versuchsführung zur Tropfbewässerung per Internet
Anklicken für Originalgröße!Mit dem Klimawandel ist in Bayern mit einer Zunahme der Bewässerung von Kartoffeln zu rechnen. Denn Erträge und vor allem Qualitäten müssen für den Verbraucher und Verarbeiter gesichert sein. Gleichzeitig gilt es, Wasser und Energie bei der Bewässerung zu sparen und die Düngung bedarfsgerechter zu gestalten, um die Umwelt zu schonen. Die Tropfbewässerung mit einer präzisen Steuerung via Internet ist hier die Methode der Wahl. Mehrjährige Versuchsergebnisse liegen aus dem von der bayerischen Staatsregierung geförderten Projekt „Agroklima Bayern“ vor. Die Versuchsführung der LfL stellt die aktuelle Entwicklung vor und diskutiert diese mit den Interessierten. In den Düngungsversuchen wird der Frage nachgegangen, ob mit gezielter Bordüngung Hohlherzigkeit bei Pommes frites Kartoffeln vermieden werden kann.
Bei der Tropfbewässerung wird nur ein Teil der Bodenoberfläche befeuchtet, das Kraut bleibt trocken. Deshalb ist nach Tropfbewässerung die direkte Verdunstung über die Boden- und Krautoberfläche geringer als nach flächendeckender Beregnung oder nach natürlichen Niederschlägen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Pflanzenbestände noch kein geschlossenes Blattdach ausgebildet haben. Es verdunsten dann etwa 20 bis 30 Prozent weniger; diese Wassermenge lässt sich einsparen. Bei geschlossenem Blattdach sind noch deutlichere Einsparungen möglich, weil nach einer Trockenperiode mit laufender Tropfbewässerung die Böden die Starkniederschläge besonders gut aufnehmen können. Dies vermindert Oberflächenabfluss und Sickerwasserbildung. Das Tropfbewässerungsverfahren ist damit deutlich effizienter als Beregnungsverfahren. Tropfbewässerung ist teuer in der Anschaffung und aufwändig in der Handhabung. Für einen erfolgreichen Einsatz ist es entscheidend, die Technik möglichst effizient zu nutzen. Die zu untersuchenden Fragestellungen sind landtechnischer und pflanzenbaulicher Art. Sie umfassen die situationsbezogene Prüfung der geeigneten Schlauchposition (Dammkrone, Zwischendamm), den angemessenen Abstand der Tropfer, den sinnvollen Bodenfeuchtegrenzwert, ab dem bewässert wird, und die darauf abgestimmte Höhe der Einzelwassergaben. Zudem wird der Effekt von Fertigation (Flüssigdüngung über Tropfschläuche) bewertet. (LfL)

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