Frankreich: Warnhinweis beim Verkauf giftiger Pflanzen erforderlich

Ab dem 1. Juli 2021 sind in Frankreich giftige Pflanzen beim Verkauf an Verbraucher mit einem zusätzlichen Warnhinweis oder einem Hinweis in anderer Form zu versehen.

Nerium oleander, der in Frankreich verkauft wird, muss mit einem Warnhinweis ausgestattet sein. Bild: GABOT.

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Giftige Pflanzen, die ein Risiko für die öffentliche Gesundheit darstellen können, müssen ab dem 1. Juli 2021 beim Verkauf an Verbraucher in Frankreich mit einem zusätzlichen Warnhinweis oder einem Ausdruck in anderer Form versehen werden.

Der Erzeuger ist für die Warnung nicht verantwortlich. Er entscheidet in Absprache mit seinem/ihren französischen Kunden, ob er/sie den Warnhinweis auf dem Etikett anbringen möchte. Die Verantwortung, dass die Anlage beim Verkauf mit einem Warnhinweis versehen ist, liegt in Frankreich immer beim Endverkäufer.

In Frankreich ist es verpflichtend, die Verbraucher über mögliche Gesundheitsrisiken zu informieren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie der Händler den Verbraucher über die gesundheitlichen Risiken informiert. Zum Beispiel:

- auf dem Pflanzenetikett;
- mit einem Etikett auf dem Topf;
- durch einen Aushang an der Verkaufsstelle.

Welche Pflanzen müssen beim Verkauf in Frankreich mit einem Warnhinweis versehen werden?

Die französischen Behörden bestimmen für jedes Risiko, welche Pflanzen ein Gesundheitsrisiko darstellen. Mögliche Risiken von Giftpflanzen sind Vergiftungen beim Verzehr, Allergien beim Einatmen von Pollen oder bei Hautkontakt. Die Pflicht zur Anbringung eines Warnhinweises gilt daher u.a. für Nerium oleander, Taxus baccata, Betula pendula, Carpinus betulus und Primula obconica.

Es handelt sich um eine französische Initiative und ist in einer französischen nationalen Richtlinie verankert. Es handelt sich also nicht um ein EU-Gesetz. (Quelle: Naktuinbouw/Royal FloraHolland)

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