Forschung: Energetische Verwertung landwirtschaftlicher Reststoffe

Im Rahmen einer deutsch-chinesischen Arbeitsgruppe bündelt das Forschungsvorhaben "ChinaRes" das Wissen über die energetische Verwertung von landwirtschaftlichen Reststoffen in China und Deutschland.

Gründe, verfügbare Substrate nicht für die Biogasproduktion zu nutzen. Bild: DBFZ-Betreiberbefragung 2019.

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Im Rahmen einer deutsch-chinesischen Arbeitsgruppe bündelt das Forschungsvorhaben „ChinaRes“ das Wissen über die energetische Verwertung von landwirtschaftlichen Reststoffen in China und Deutschland. Das bis Januar 2021 laufende Projekt wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft finanziert und vom Deutschen Biomasseforschungszentrum koordiniert. Umfangreiche Informationen zum Vorhaben sind auf der Projektwebseite www.dbfz.de/chinares einzusehen.

Im Vorhaben „ChinaRes“ soll das Wissen über die energetische Verwertung landwirtschaftlicher Reststoffe zusammengeführt werden. Vor diesem Hintergrund sind die Projektziele des Vorhabens (i) die Identifizierung der Barrieren für die Nutzung verschiedener landwirtschaftlicher Reststoffe aus der Tier- und Pflanzenproduktion, (ii) die Entwicklung konzeptioneller Vorschläge für eine bessere Gestaltung und einen koordinierten Betrieb von Ställen und Biogasanlagen sowie (iii) die Bereitstellung der Projektergebnisse für die breite Öffentlichkeit.

Um alle gesammelten Informationen und Ergebnisse für Interessierte Nutzer zu bündeln, wurde eine Projekt-Website (www.dbfz.de/chinares) eingerichtet. Das deutsch-englische Informationsportal bietet Informationen über Biogaspotenziale, rechtliche Rahmenbedingungen der Biogasbranche, Tierhaltung und Biogastechnologien in China bzw. Deutschland. Darüber hinaus werden Best-Case-Biogasanlagen wie die Biogasanlage Deqingyuan in Peking, China vorgestellt. Parallel dazu wurden je eine Befragung von deutschen Biogasanlagenbetreibern und Tierhaltern ohne eigene Biogasanlage zu den verfügbaren ungenutzten Substratpotenzialen sowie zu Hindernissen für deren energetische Nutzung durchgeführt. Ziel der Umfragen war es, die Gründe zu ermitteln, warum verfügbare Substrate derzeit nicht genutzt oder in naher Zukunft gar nicht erst in Betracht gezogen werden.

Des Weiteren wurden die Biogasanlagenbetreiber gefragt, ob sie ihren eigenen Anlagenbetrieb als vorbildlich hinsichtlich des Güllemanagements und der Emissionsminderung einschätzen oder nicht.

Detaillierte Ergebnisse der beiden Befragungen wurden in zwei Kurzberichten (Reports) dargestellt. Diese sind, ebenso wie eine chinesisch-sprachige Ausgabe der „Messmethodensammlung Biogas“, auf der Projektwebsite unter dem folgenden Link kostenlos verfügbar: www.dbfz.de/projektseiten/chinares/downloads/

Smart Bioenergy – Innovationen für eine nachhaltige Zukunft

Das Deutsche Biomasseforschungszentrum arbeitet als zentraler und unabhängiger Vordenker im Bereich der energetischen und stofflichen Biomassenutzung an der Frage, wie die begrenzt verfügbaren Biomasseressourcen nachhaltig und mit höchster Effizienz und Effektivität zum bestehenden und zukünftigen Energiesystem beitragen können. Im Rahmen der Forschungstätigkeit identifiziert, entwickelt, begleitet, evaluiert und demonstriert das DBFZ die vielversprechendsten Anwendungsfelder für Bioenergie und die besonders positiv herausragenden Beispiele gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Mit der Arbeit des DBFZ soll das Wissen über die Möglichkeiten und Grenzen einer energetischen und integrierten stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe in einer biobasierten Wirtschaft insgesamt erweitert und die herausragende Stellung des Industriestandortes Deutschland in diesem Sektor dauerhaft abgesichert werden – www.dbfz.de. (DBFZ)

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