Förderprogramme für Holzbau: Wie Verbraucher davon profitieren

Da sich die Welt zu einer umweltbewussteren Gesellschaft entwickelt, bieten viele Regierungen und Organisationen Förderprogramme für den Holzbau an - auch in Deutschland. Die Verbraucher können von diesen Programmen auf verschiedene Weise profitieren, z. B. durch niedrigere Kosten, den Zugang zu neuen Technologien und eine bessere Umweltverträglichkeit. Die direkte Förderung von Holzbauten im Sinne des Werkstoffs Holz ist zwar unüblich, aber nicht unmöglich. Deutlich mehr Angebote gibt es grundsätzlich für Modernisierungsmaßnahmen.

Das Bauen mit Holz hat viele Vorteile hinsichtlich des Raumklimas. Bild: GABOT.

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Vorteile beim Bauen mit Holz

Die Holzbauweise hat eine Reihe von Umweltvorteilen gegenüber traditionellen Methoden. Sie bindet Kohlenstoff, reduziert den Energieverbrauch und die Abfallmenge und kann zur Verbesserung der Luftqualität beitragen. Das Bauen mit Holz hat darüber hinaus Vorteile hinsichtlich des Raumklimas und ist auch hinsichtlich der Materialeigenschaften unter den Baustoffen sehr weit vorne - schließlich handelt es sich letztlich um einen Faserverbundwerkstoff.

Das Umweltbewusstsein ist weltweit auf dem Vormarsch, und viele Regierungen bieten Programme an, die Anreize für umweltfreundliche Praktiken schaffen. Diese Programme können verschiedene Formen annehmen, beinhalten aber oft finanzielle Anreize wie Steuervergünstigungen oder Subventionen.

Förderung von Modernisierungsmaßnahmen durch die KfW

In Deutschland hat die Bundesregierung eine Reihe von Programmen auf die Beine gestellt, welche die Modernisierung von Bauten unterstützen. Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ist eine staatliche Förderbank, die zinsgünstige Kredite für Energieeffizienzmaßnahmen, auch im Holzbau, vergibt. Die Verwendung von Holz alleine ist allerdings kein Kriterium - auch andere Baustoffe sind zulässig. Der Fokus liegt auf der Maßnahme selbst, nicht auf dem Baustoff: Gefördert werden beispielsweise:
• Verlängerungen des Dachüberstands
• Wärmebrückenreduktion
• Wärmedämmung
• Neue Fenster und Türen sowie Fensterbänke
• Verkleidungen der Fassade (z. B. mit Holz)
• Windfang, Schlagregenschutz, Vordächer, Geländer, Eingangsstufen
• Klingel- und Briefkastenanlage
• Nistplätze von Gebäudebrütern
Außenanlagen (Wiederherstellung)

Neben der KfW fördern auch die einzelnen Länder und Kommunen verschiedene Baumaßnahmen. Strukturschwache Regionen und bevölkerungsarme Gemeinden vergeben beispielsweise häufig Boni für den Erwerb und die Sanierung von Bestandsimmobilien.

Bayern fördert den Baustoff Holz

Immobilienbesitzer in Bayern dürfen sich beim Bauen mit Holz tatsächlich über eine Förderung freuen, die direkt an den Baustoff geknüpft ist: Die Holzbau-Förderprämie umfasst einen Betrag von 500 Euro je eingesparter Tonne CO2 durch die Verwendung von Holz am Bau. Natürlich bestehen daneben noch weitere Bedingungen - beispielsweise muss das Holz auch wirklich baulich eingesetzt werden und das Tragwerk des Bauwerks muss zum Großteil aus Holz bestehen. Zur Prämie zählen neben den Baustoffen auch die Dämmstoffe, insofern sie einen entsprechenden Holzanteil haben.

Die Strategie hinter dem Förderprogramm ist die Klimapolitik in Bayern, nach der das Land bis 2040 klimaneutral sein möchte. Förderfähig sind sowohl Neubauten als auch die Modernisierung bzw. der Ausbau von mehrgeschossigen Wohngebäuden.

Zusammenfassung

Es gibt eine Reihe staatlicher Programme zur Förderung der Verwendung von Holz im Bauwesen und zur Modernisierung von Gebäuden im Allgemeinen. Diese Programme können verschiedene Formen annehmen, beinhalten aber oft finanzielle Anreize wie Steuervergünstigungen oder Subventionen. Die Holzbauweise hat eine Reihe von Umweltvorteilen gegenüber herkömmlichen Methoden, und diese Programme können dazu beitragen, dass sie für die Verbraucher leichter zugänglich wird. Holz als Baustoff wird in Deutschland nur in Bayern direkt gefördert. Die anderen Förderprogramme, beispielsweise von der KfW, richten sich baustoffunabhängig an die Modernisierung eines Gebäudes. Davon profitieren am Ende nicht nur die Eigentümer, sondern auch die Bewohner - und durch die geringere Umweltbelastung im Grunde auch die Allgemeinheit.

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