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FloraHolland: Sommersaison mit höherem Durchschnittspreis
In der zurückliegenden Periode (vom 18. Juli bis zum 14. August) sank die Anlieferung um 1%, während der durchschnittliche Preis im Vergleich zu Periode 8 des Vorjahres um 5% stieg.
Die so genannte Periode 8 fiel genau in die Sommermonate, in eine Zeit, in der in den Niederlanden und in den Absatzmärkten im Ausland Ferien waren und in der immer eine geringere Nachfrage verzeichnet wird. Allerdings kam es nicht zu langen Zeiträumen mit extremen Temperaturen, sodass die Nachfrage nach Blumen und Pflanzen in dieser Zeit keine großen Schwankungen verbuchte.
Der Umsatz von Royal FloraHolland zeigte in dieser Zeit mit einem Umsatzplus von 4% ebenfalls ein günstiges Bild. Die Anlieferung sank um 1%, während der durchschnittliche Preis im Vergleich zu Periode 8 des Vorjahres um 5% stieg. In dieser Zeit lag der durchschnittliche Preis auf einem hohen Niveau, sodass der Durchschnittspreis in den letzten Wochen über dem durchschnittlichen Preisniveau der Monate März und April lag.
Kumulativ gesehen liegt das Umsatzplus derzeit bei 4,3%. Unter Berücksichtigung der aktuellen positiven Umsatzentwicklung und der Rückgabe von Absatztagen Ende des Jahres wird davon ausgegangen, dass das Umsatzplus letztendlich bei einem Wert von 2,5% liegen wird. In diesem Zusammenhang entscheiden die Anlieferung und die Preisbildung über die Hälfte der Zunahme.
Direkthandel
Trotz der Ferienzeit stieg der Absatz von Blumen und Pflanzen im Direkthandel weiter. Bei den Schnittblumen nahm der Anteil des Direkthandels (nach einem Stillstand in Periode 7) wieder zu; die Zunahme lag bei 2,1% bis auf einen Wert von 33,5%. Das Gesamtbild bleibt dennoch ungefähr gleich. Allerdings hat man festgestellt, dass sich immer mehr Produkte auf die 50%-Marke zubewegen. Gerbera, Lilien und Freesien gehören bereits zu dieser Gruppe und jetzt kommen auch Saisonprodukte wie Helianthus und Gladiolen hinzu. Es sind nach wie vor die gleichen Produkte wie die Hydrangea und Zantedeschia, die im Direkthandel nur kaum verkauft werden.
Bei den Zimmerpflanzen stieg der Anteil am Direkthandel dagegen um 2,1% auf 78%. Nur wenige Produkte halten bei dieser Entwicklung nicht Schritt. Die Untergrenze liegt bei ungefähr 66,6%, während die Obergrenze ca. 90% erreicht.
Bei den Gartenpflanzen nahm der Anteil am Direkthandel dagegen um 5,6% bis auf 63,3% zu. Dabei sieht man größere Abweichungen: Calluna liegt mit 14% im unteren Bereich beim Absatz im Direkthandel, dem Sempervivum mit 88% beim Absatz im Direkthandel gegenübersteht.
Exportentwicklung
Bis zum Juli stieg der Umsatz von Blumen und Pflanzen aus den Niederlanden beim Export um gut 2% bis auf 3,6 Mrd. Euro. Mit einem Plus von 4,3% schneiden Pflanzen dabei besser als Schnittblumen (plus 1,3%) ab. Zwischen den einzelnen Ländern lassen sich große Unterschiede erkennen: Während der Export von Blumen und Pflanzen in eine Reihe von Ländern ein deutliches Plus verbucht (Deutschland, Frankreich und Italien), steht der Export in einige Länder, die Anfang des Jahres noch eine deutliche Zunahme verzeichneten, unter Druck. Dazu gehören u. a. Polen und Großbritannien. Der Export nach Großbritannien scheint schon jetzt unter dem Brexit zu leiden, denn in den letzten beiden Monaten ist die Ausfuhr nach Großbritannien um 7% gesunken. Die Exportentwicklungen beruhen auf den Exportzahlen von Floridata.
Schnittblumen
Bei den Schnittblumen stieg der Umsatz um 1,4%. Die Anlieferung sank um 1,2%, während der durchschnittliche Preis um 2,6% stieg. Ganz besonders die Anlieferung von Rosen stand unter Druck: Sowohl die Anlieferung aus den Niederlanden als auch die aus dem Ausland nahm um ca. 6% ab. Die anderen 5 Produkte erreichten mit ihrem Wachstum den Durchschnittswert. Eustoma gehörte mit einem Anstieg bei der Anlieferung um 10% zu den Produkten mit dem größten Plus.
Zimmerpflanzen
Bei den Zimmerpflanzen stieg der Umsatz um 10%. Die Anlieferung stieg um 1,5% und auch durchschnittliche Preis kletterte bis auf 6,5%. Das ist ein gutes Ergebnis für den Sommer. Phalaenopsis lag mit einem Preisanstieg von gut 7% knapp über dem Durch-schnitt, während Anthurien mit einem Null-Wert deutlich darunter blieben.
Gartenpflanzen
Bei den Gartenpflanzen stieg der Umsatz um 4%. Die Anlieferung sank um 3%, während der durchschnittliche Preis um 7% stieg. Auch hier lassen sich große Unterschiede zwischen den Produkten erkennen. Der Durchschnittspreis von Hortensien stieg um 16%, aber der durchschnittliche Preis von Buxus sank um 15%. (RFH)

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