Existenzgründung: Tipps zur Standortwahl

Der Standort bestimmt bei vielen Gründungen mit darüber, wie erfolgreich ein Unternehmen startet und wie es sich weiterentwickelt.

Jedes Gründungvorhaben bringt ganz eigenen Standortkriterien mit. Bild: Halfpoint, shutterstock.com.

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Ein falscher Standort kann fatale Folgen haben, die dem Traum von der Selbstständigkeit innerhalb kürzester Zeit den Garaus machen. Deshalb ist es wichtig, den richtigen Standort zu finden. Um dieses Ziel zu erreichen gibt es einige Aspekte, die bei der Standortwahl berücksichtigt werden sollten.

Lage, Lage, Lage

Wer kennt den Spruch von Maklern nicht? „Es gibt drei Kriterien, die bei der Auswahl einer geeigneten Immobilie berücksichtigt werden müssen. Erstens die Lage, zweitens die Lage und drittens die Lage.“ Natürlich sind noch andere Aspekte zu bedenken, aber ohne den grundlegend richtigen Standort haben die anderen Kriterien keine stichhaltige Aussagekraft. Beispiel: Ein Floristikbetrieb eröffnet einen Laden am Ende einer Sackgasse in einem wenig frequentierten Stadtteil. Die Miete ist günstig, die Geschäftsfläche frisch renoviert, die Außenflächen sehr attraktiv. Allerdings fehlt die Laufkundschaft und der Umsatz ist auf Dauer zu gering. Der Laden muss nach einem knappen Jahr wieder schließen.

1. Dynamisch prüfen

Die Standortprognose darf nicht rein statisch erfolgen und nur den Ist-Zustand berücksichtigen. Sie sollte stattdessen dynamisch nach vorne ausgerichtet werden. Je länger die Mietbindung und je höher die Investitionskosten ausfallen, desto weiter voraus sollten Existenzgründer denken. Eine wichtige Frage lautet dabei: „Ist der Standort in 5 Jahren/10 Jahren/15 Jahren noch attraktiv? Innerhalb dieser Zeiträume kann sich viel ändern. Es können zum Beispiel Straßenführungen geändert und somit Frequenzbringer umgeleitet werden. Doch im positiven gesehen steckt in dieser Frage auch der Blick auf das mögliche Entwicklungspotential. Es könnten zukünftig weitere Gewerbeflächen oder Wohnflächen erschlossen werden, die für das eigene Geschäft wichtig werden. Bei der Auswahl des richtigen Objekts innerhalb eines Gebietes ist es ratsam, die folgenden Kriterien zu prüfen und auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen:
• Größe der Fläche
• Mietbedingungen
• Expansionsmöglichkeiten
• Ausstattung
• Parkplatzsituation
• Attraktivität / repräsentative Wirkungen
• ggf. Betriebserlaubnis

2. Erst Standortkriterien definieren, dann suchen

Jedes Gründungvorhaben bringt ganz eigenen Standortkriterien mit. Es zehn Punkte, die zur grundlegenden Bestimmung des Standorts gecheckt werden sollten:
• Nachfrage
• Konkurrenz
• Büro- und Geschäftsräume
• Standortkosten (zum Beispiel Gewerbesteuerhebesatz)
• infrastrukturelle Anbindung
• Auflagen seitens des Staats und der Behörden
• Arbeitsbedingungen/Lebensbedingungen
• Erreichbarkeit Lieferanten und Kunden
• Verfügbarkeit von Arbeitskräften
• öffentliche Gelder/Zuschüsse
• Image eines Standorts

Jeder Aspekt hat abhängig von der Geschäftsidee eine unterschiedlich starke Gewichtung. Um das Umsatzpotenzial eines Standorts zu ermitteln ist es zum Beispiel notwendig, die gegenwärtige Konkurrenzsituation zu prüfen.

Beispiel: Ein großer Konkurrent nimmt sich ein großes Stück vom Kuchen und die Frage ist, welches Umsatzpotenzial dann für das eigene Geschäft bleibt. Zur Orientierung kann es helfen sich an der Größe der Büro- und Geschäftsräume der Konkurrenz zu orientieren und mit Bezug auf den zu erwartenden Marktanteil die Größe der eigenen Büro- und Geschäftsräume daran auszurichten. Sicherlich belebt die Konkurrenz das Geschäft, doch dafür braucht es auch ein stimmiges Konzept seitens des Gründers. Um sich aussichtsreich zu positionieren benötigen Existenzgründer schlagkräftige Argumente wie zum Beispiel ein Alleinstellungsmerkmal, das das Angebot für Kunden einzigartig und attraktiv macht.

3. Fokus auf Büro- und Geschäftsflächen

Der Geschäftszweck hat erheblichen Einfluss auf die Standortwahl. Wer auf Laufkundschaft angewiesen hat legt andere Maßstäbe an als derjenige, der seine Ware zum Großhandel liefert, die Leistungen online anbietet – zum Beispiel mit Hilfe eines Marketingportals - oder in erster Linie seine Kunden persönlich aufsucht. Ebenfalls großen Einfluss hat die Höhe der notwendigen Investitionen am gewählten Standort, um das Geschäft starten zu können. Insbesondere Einzelhändler müssen hier ganz genau hinsehen und überprüfen, wie teuer es wird, bis das Geschäft eröffnet werden kann. Schließlich sind sie in der Regel auf Laufkundschaft angewiesen. Dennoch müssen sie häufig langfristige Mietverträge abschließen und unter Umständen zehntausende in die Einrichtung ihres Geschäfts investieren. Hier gilt es genau abzuwägen, ob der gewählte Standort in Verbindung mit der Immobilie ausreichend Umsatzpotenzial verspricht.

Wer in erster Linie Planungs- und Beratungsleistungen anbietet oder aus anderen Gründen zum Beispiel ein repräsentatives Büro benötigt, setzt auf hochwertig ausgestattete Räumlichkeiten. Dazu bestehen zwei Möglichkeiten:
• Existenzgründer mieten oder kaufen direkt vom Eigentümer, statten die Büro- und Geschäftsräume selbst aus und kümmern sich um die begleitenden Notwendigkeiten wie Sekretariatsleistungen, Sicherheitseinrichtungen oder Reinigungsservice.
• Die zweite Option ist, auf bereits ausgestattete und sofort nutzbare Büroräume in einem Bürocenter zurückzugreifen, wie sie im Portfolio von SKEPP zu finden sind. Einer der Vorteile dabei ist, dass keinerlei Investitionen nötig sind. Das schont das Budget. Das Büro ist praktisch sofort bezugsbereit und es stehen die üblichen Sekretariatsleistungen zu Verfügung. Ebenso sind Besprechungsräume inklusive notwendiger Ausstattung wie Kopierer, Flipcharts oder Telefonanlage sowie Sekretariats-Dienstleistungen verfügbar. Auch Küche und Sanitäranlagen sind vorhanden. Existenzgründer starten hier von Tag 1 an professionell durch.

Für Gründer, die Niederlassungen an mehreren Standorten unterhalten wollen ist die Anmietung eines Büroraums in einem Büroservice-Center eine wirtschaftlich sinnvolle Alternative. Ein Büro mieten in München beispielsweise wird damit kurzfristig möglich, ohne hohe Investitionskosten. Dasselbe gilt auch für andere repräsentative Standorte. Damit können Firmen von heute auf morgen sichtbar expandieren und ihre Präsenz durch eine eigene Niederlassung in der Stadt ihrer Wahl demonstrieren.

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