EU-Kommission: Genehmigt FloriPEFCR

Verbraucher und Handel in ganz Europa verlangen zunehmend nachweislich nachhaltig angebaute Blumen und Pflanzen.

Vordere Reihe von links nach rechts: Jeroen Oudheusden (FSI), Albert Haasnoot (Royal FloraHolland) und Roline Broekema (Projektleiterin Wageningen University & Research). Bild: Royal FloraHolland.

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Die Verlässlichkeit und Transparenz der Plattform von Royal FloraHolland ist daher ein absolutes Muss für den Ruf des Sektors. Hier finden Erzeuger und Käufer zueinander und können in aller Ruhe Geschäfte machen. Um diese wachsende Nachfrage nach zuverlässigen Informationen über die Umweltauswirkungen von Zierpflanzenprodukten zu befriedigen, hat ein Konsortium von Losen unter der Leitung der Royal FloraHolland und der Wageningen University & Research den FloriPEFCR für den europäischen Zierpflanzenmarkt/Gartenbaumarkt entwickelt. Der FloriPEFCR ist nun die neue Standardmethode für die Berechnung des ökologischen Fußabdrucks von Blumen und Pflanzen.   

Mit FloriPEFCR (Floriculture Product Environmental Footprint Category Rules) kann man die Umweltauswirkungen von Schnittblumen und Topfpflanzen anhand von 16 Umweltindikatoren berechnen. Diese Berechnung erfolgt nach einem von der Europäischen Kommission anerkannten und akkreditierten Produkt-Umwelt-Fußabdruck-Standard, unter den FloriPEFCR fällt. Nachdem die endgültige Version von FloriPEFCR am 29. September 2023 bei der Europäischen Kommission (EC) eingereicht worden war, wurde die Projektleitung in den letzten Monaten vom Technischen Beirat und dem Environmental Footprint Team der EC intensiv zum Inhalt befragt. Diese Befragung wurde nun erfolgreich abgeschlossen und von nun an kann man die Umweltauswirkungen einer Schnittblume oder Topfpflanze auf eindeutige Weise berechnen, vergleichen und überwachen.

Feierliche Genehmigung

Während der feierlichen Präsentation am 14. Februar 2024 wurde in Anwesenheit von Vertretern der Projektpartner und der Gerätehersteller u.a. die endgültige Freigabe gefeiert. Projektleiterin Roline Broekema von Wageningen University & Research übergab unter den wachsamen Augen der Konsortialpartner und des Vorsitzenden des Technischen Sekretariats, Albert Haasnoot (Royal FloraHolland), das FloriPEFCR-Heft symbolisch an Jeroen Oudheusden (Executive Officer Floriculture Sustainability Initiative). Dieser Moment markiert den Startpunkt für den nächsten Schritt der FloriPEFCR.

Nächster Schritt

Nun, da die FloriPEFCR von der Europäischen Kommission gebilligt wurde, kann sich der gesamte Blumenzuchtsektor an die Arbeit machen, um das eigentliche Ziel der FloriPEFCR zu verwirklichen: die eindeutige und überprüfte Darstellung der Umweltauswirkungen eines Zierpflanzenmarktes/Gartenbaumarktes, um diese Erkenntnisse zur Verringerung der Umweltauswirkungen von Zierpflanzenprodukten zu nutzen. FSI wird die Lose durch die Entwicklung einer Benchmark für Instrumente unterstützen, die die Einheitlichkeit sowohl der Methodik als auch der Datenüberprüfung und des Datenaustauschs fördern. Im Jahr 2024 wird die Royal FloraHolland eine Vision für die Nutzung von Fußabdruckinformationen entwickeln. Dabei wird sich Floriday für den Austausch dieser Informationen einsetzen. Durch die praktische Anwendung von Fußabdruckinformationen werden alle zusammen den ökologischen Fußabdruck des Sektors verringern und gemeinsam für mehr Vertrauen und Transparenz sorgen.

FloriPEFCR-Geschichte

Im Jahr 2018 wurde das Projekt unter dem Namen "Hortifootprint" von Royal FloraHolland, GroentenFruit Huis und WUR initiiert und vom niederländischen Landwirtschaftsministerium kofinanziert. Zur Projektgruppe gehören auch Union Fleurs, MPS group, Glasshouse horticulture Netherlands, Natuur & Milieu, FSI, Florverde, ABN AMRO und Rabobank. PRé Sustainability und Blonk Consultants leisteten LCA-spezifische Unterstützung.

Im Jahr 2019, nach der Veröffentlichung der Regeln für die Hortifootprint-Kategorie, wurde das Projekt mit der Entwicklung von FloriPEFCR im Rahmen des Product Environmental Footprint der Europäischen Kommission fortgesetzt. Nach den von der EU vorgeschlagenen Regeln müssen Unternehmen, die sich als umweltfreundlich bezeichnen, ihre Produkte künftig mit auf Ökobilanzen basierenden Methoden bewerten, und die sogenannte Product Environmental Footprint (PEF)-Methode wird darin ausdrücklich erwähnt. Der Zierpflanzensektor ist hier Vorreiter.

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