Esskastanien: "Impfungen" gegen Rindenkrebs

Seit 1992 bedroht eine Baumkrankheit die Edelkastanienbestände in Rheinland-Dfalz: Der Rindenkrebs.

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Seit 1992 bedroht eine Baumkrankheit die Edelkastanienbestände in Rheinland-Dfalz: Der Rindenkrebs. Um die Ausbreitung dieser aggressiven Krankheit einzudämmen, erprobt die Trippstädter Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz (FAWF) in Zusammenarbeit mit der Forstlichen Versuchsanstalt Baden-Württemberg seit einigen Wochen eine neue Impfmethode: Befallene Esskastanien werden mit einem Pilz geimpft, der einen so genannten Hypovirus trägt und bereits entstandene Schäden abschwächt.

„Die Esskastanie ist in den Mischbeständen des Haardtwaldes heimisch geworden und bietet dort vielen Tiere und Pflanzen zusätzliche Nischen - da sie die Wärme liebt, auch in Zeiten des Klimawandels. Um diese Artenvielfalt sowie die Esskastanie als Aushängeschild des Tourismus zu schützen, gehen wir mit dieser auf natürliche Weise wirkenden Impfaktion neue Wege“, erklärt Forstministerin Ulrike Höfken. Die Aktion findet im Rahmen des internationalen Forschungsprojekts „Die Edelkastanie am Oberrhein – eine Baumart verbindet Menschen, Kulturen und Landschaften“ statt, das von der Forschungsanstalt Trippstadt geleitet und von der EU innerhalb ihres INTERREG IV-Programms gefördert wird. 13 Institutionen und Körperschaften aus dem Elsass, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg erarbeiten gemeinsam Grundlagen über diese für die Region typische Baumart. Ziel ist der Schutz der Edelkastanie, insbesondere vor dem Rindenkrebs. Dieser wird durch den Pilz Cryphonectria parasitica hervorgerufen, der die Rinde von Esskastanien befällt und bei aggressivem Befall zum Absterben von ganzen Bäumen führt. (Quelle: mulewf.rlp) 

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