Neues Werbekonzept: Hortensia erobert den Markt

Das Gewächshaus wurde zum Foto-Studio und das Büro zum Make-Up-Atelier. Für seinen neuartigen Marketingauftritt hat der Gelderner Hortensienspezialist Pellens Gartenbau seine Produktionsgebäude aufwändig in ein Fotostudio verwandelt.

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Das Gewächshaus wurde zum Foto-Studio und das Büro zum Make-Up-Atelier. Für seinen neuartigen Marketingauftritt hat der Gelderner Hortensienspezialist Pellens Gartenbau seine Produktionsgebäude aufwändig in ein Fotostudio verwandelt. An zwei Tagen ? beziehungsweise Nächten - war ein 10-köpfiges Profiteam samt Super-Models aktiv, um außergewöhnliche Aufnahmen für neue Werbemittel und Verkaufshilfen zu schießen.

"Verkaufskataloge mit Pflanzenabbildungen gibt es überall. Meist gut fotografiert, doch letztlich nüchtern zusammengestellt. Das war bisher auch bei uns der Fall", beginnt Firmeninhaber Andreas Pellens zu erzählen. "Es muss doch aber auch ganz anders gehen, sagten wir uns. Interessanter, Außergewöhnlicher." Andreas Pellens fand in Kerstin Fielstedde von der Münsteraner Agentur Profiel Werbemanagement einen Werbeprofi, der das ebenso sah. Gemeinsam entwickelten Sie das Konzept "Hortensia": Schöne Frauen präsentieren dabei in ungewöhnlichen Themenmotiven das Pellensche Hortensiensortiment sowie die Serviceangebote. "Aber nicht nach dem Motto "hingestellt und draufgezeigt"", betont Andreas Pellens. "Wir gehen ein wenig rebellisch an das Marketing heran. Wollen zeigen, dass wir uns mit unserer Qualität, aber vor allem auch mit unserer Persönlichkeit und unserem Kundenservice von unseren Mitbewerbern abheben."


"Und uns ging es auch nicht darum, möglichst viel Haut zu zeigen", ergänzt Kerstin Fielstedde. "Unser Vorbild "Hortensia" war die Tochter eines römischen Konsuls, die 90 Jahre vor Christus lebte. Sie war eine starke Frau. Die einzige mit dokumentiertem Rederecht in Rom. Sie erkämpfte zum Beispiel die Senkung der Sondersteuer für Frauen. Diese Stärke, dies Engagement und Herzblut wollen wir in unserem neuen Marketingkonzept vermitteln. Denn Pellens Hortensien ist genau so ein Unternehmen: eines, das sich mit viel Engagement und Herzblut für die Belange seiner Kunden und die Qualität seiner Produkte einsetzt."

Zwischen Nagellack und Kameras
Und so standen Andreas Pellens, Kerstin Fielstedde und ein sechsköpfiges Styling- und Fotografenteam samt Models im Sommer zwischen Nagellack, Hortensien und Kameras, um die Aufnahmen für den neuen Katalog, eine LKW-Beschriftung, Plakate und so weiter zu machen. Einen Tag lang waren sie im Studio in Borken und eine Nacht im Hortensienbetrieb. "Es war unglaublich spannend, so etwas macht man schließlich nicht alle Tage", erzählt Andreas Pellens. Am Fotostudio rollte er am ersten Tag mit einem Hänger voller Hortensien an, die zu Blütenmeeren aufgetürmt oder kunstvoll in die Haare der Models geflochten wurden. Acht Stunden hatten die Visagistin Birte Krause und ihre Assistentin Steffi Voigt zum Beispiel alleine an einem Satz kühn gerollter Haarteile gearbeitet, die nun zusammen mit knallroten Hortensienblüten das Haar von Model Ursulla von Thurn und Taxis schmücken sollten. Eine volle Stunde dauerte es, bis aus der eigentlich unauffälligen hübschen jungen Frau die markante Personalisierung der "Hortensia" wurde. Mit rotem Lippenstift passend zur Farbe der Hortensien und perfektem Lidstrich für jenen Blick über die linke Schulter, der nun auf dem Titelbild des neuen Kataloges jeden Betrachter in seinen Bann zieht. Nach rund zwölf Stunden erst endete dieser erste Shooting-Tag.

Bis fünf Uhr morgens
"Der zweite Tag wurde dann sogar noch spannender für uns, denn jetzt kam das ganze Team zu uns in den Betrieb und es wurden Aufnahmen direkt im Gewächshaus gemacht", berichtet Andreas Pellens begeistert. Diesmal war es an Fotograf Maik Büger, mit einem ganzen Hänger voll Equipment in Geldern anzurollen. Nachmittags um 16 Uhr, des Lichtes wegen: Dämmerung und Nacht sollten ganz besondere Lichtstimmungen für die Fotos liefern. Und es sollte eine lange Nacht werden, die erst morgens um 5 Uhr die letzten Blitzlichter sehen würde. Zunächst wurden Produktionsflächen freigeräumt und Kabel gezogen, Stative aufgestellt und Lampen montiert. Um 18 Uhr kam das Visagisten- und Stylistenteam an, baute im Büro seine Zentrale mit Schminkkoffern und Kleidungsstücken auf. 19:30 Uhr, Model Ulla Lommen setzt sich pünktlich in den Büro-, Verzeihung, den Stylistenstuhl, bekommt den Motivplan, bespricht mit dem Team das Set und die Posen. Mit hochkonzentrierter Eile, die nach außen wie stoische Ruhe wirkt, verwandeln Krause, Voigt und Stylistin Selma Ammari Ulla Lommen in eine "Römerin", das erste Motiv des Tages: Goldglänzendes Tuffkleid, glitzernder Nagellack, blaue gefüllte Hortensienblüten im Haar und als Ring an der Hand. Hier stimmt jedes Detail und das braucht seine Zeit. Um 21 Uhr können die ersten Probefotos des Tages geschossen, Licht und Make-Up einander angepasst werden. Es werden Leitern erklommen, um Spots zu optimieren, Blüten geradegerückt, Objektive angereicht. Ein Trecker wird schließlich noch kurzerhand zum Sonnenuntergang, indem er draußen vor dem Gewächshaus geparkt sein Scheinwerferlicht durch die Glasscheiben strahlt. Um 22:30 Uhr endlich sind sich Fotograf und Werbemanagerin sicher, dass unter den zig Aufnahmen ?die? optimale dabei ist. Es darf weitergehen - das Abendessen wird erst mal verschoben, um den Zeitplan zu halten. Umstyling zum nächsten Motiv, und dann zum nächsten, und dann um fünf Uhr morgens schließlich ist auch die letzte Einstellung geschafft, das Equipment wird verpackt, der Weg nach Hause angetreten. Müde, aber auch begeistert: "Dieser Auftrag war auch für uns etwas besonderes", resümiert Stylistin Selma Ammari. "Auch in unserem Job gibt es viel Routinearbeit, viele Standardaufnahmen. Andreas Pellens ist hingegen ein Kunde, der sich an Außergewöhnliches herantraut und der uns Freiraum für Kreativität gegeben hat. Dies ist ein Vorzeigeprojekt, mit dessen Ergebnis auch wir uns noch profilieren können."

Viele positive Reaktionen
Inzwischen sind nun die besten Fotos ausgesucht, bearbeitet, layoutet worden. Ein LKW einer Spedition ist mit einem Hortensia-Motiv auf deutschen Straßen unterwegs, der neue Katalog ist gedruckt. "Uns erreichten für das neue Konzept bereits viele positive Reaktionen", kann Andreas Pellens bestätigen. "Das bestärkt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Und der wird uns sicherlich noch zu weiteren außergewöhnlichen Marketingprodukten führen. Erste Ideen sind schon vorhanden. Man darf sich überraschen lassen." (pellens) 

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