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EDEKA Nord: Investiert 65 Mio. Euro in Zarrentin
Die EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH mit Verwaltungssitz in Neumünster setzt auf innovative Technik. "Notwendig wird der Umbau des 20 Jahre alten ursprünglichen AVA-Lagers in Zarrentin, um Prozesse zu optimieren, Fehlerquoten zu reduzieren und vor allem eine Sortimentsausweitung umzusetzen", kommentiert Martin Steinmetz, Geschäftsführer, die Entscheidung für den zukunftsgerichteten Umbau des 70.000 Quadratmeter großen Zentrallagers. Die Investition beläuft sich auf ca. 65 Mio. Euro, wovon ca. 18 Mio. auf den Neu- und Umbau sowie ca. 47 Mio. auf die Intralogistik entfallen.
Bereits in 2008 nach der Übernahme des Standortes im Rahmen der Marktkauf-Regionalisierung wurden 13 Mio. Euro in die Erweiterung des Frischelagers investiert.
Der Start des ersten Bauabschnitts ist für Ende 2012 geplant. Der Neubau eines 14.000 qm großen Palettenhochregallagers in Silobauweise, eine neue Wareneingangszone sowie der Einbau einer vollautomatischen Kommissionierung für Handelseinheiten, das "Order Picking Machinery" (OPM), wird 2013/2014 realisiert. Dabei setzt EDEKA Nord auf die Technik der Firma Witron Logistik- und Informatik GmbH in Parkstein.
Im zweiten Schritt wird das bestehende, heute für manuelle Kommissionierung ausgerichtete Lager mit einer teilautomatisierten Kommissioniertechnik ausgestattet. Kleinvolumige Artikel werden nach dem "Dynamic Picking System" (DPS) aus Bestands- in Auftragsbehälter kommissioniert. Die neuen Kommissioniersysteme sind modular aufgebaut und flexibel aufeinander abgestimmt. Die Artikelanzahl wird von 13.500 auf über 17.000 aufgestockt. Die größere Sortimentskompetenz und verbesserte Verfügbarkeit sowie eine minimierte Fehlerquote sind nur einige entscheidende Vorteile für den EDEKA-Einzelhandel.
Da künftig automatische Förder- und Kommissioniertechnik viele Arbeitsabläufe im Trockensortimentsbereich übernimmt, werden mittelfristig bis zu 200 der 750 Arbeitsplätze wegfallen. Es wird davon ausgegangen, dass nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts Mitte 2014 die ersten 100 und mit Fertigstellung Mitte 2015 weitere 100 Arbeitsplätze entfallen.
Der demografische Wandel, der Wettbewerb um die besten Fachkräfte und Nachwuchskräfte sowie die veränderten Bedürfnisse der Mitarbeiter von morgen machen ein Umdenken in der Personalpolitik notwendig. Im Lager Zarrentin gibt es nach dem Umbau neue anspruchsvollere Tätigkeiten an hochergonomischen Arbeitsplätzen, die mit weiterqualifizierten gewerblichen Mitarbeitern besetzt werden sollen.
Vom Zentrallager Zarrentin an der A24 im Megapark Valluhn/Gallin werden täglich rund 400 EDEKA-Märkte im norddeutschen Raum direkt beliefert. Für weitere 400 Geschäfte werden C-Artikel im Huckepack-Verfahren an die beiden weiteren Logistikstandorte Neumünster und Malchow zur weiteren Auslieferung überführt. Diese sind von den anstehenden Maßnahmen nicht betroffen. (Quelle: edeka)

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