Don Pepino: Die kriminell gute Birnenmelone

Don Pepino wurde von den Österreichischen Gärtnern zum Gemüse des Jahres gewählt. Die Birnenmelone ist eine eher unbekannte Frucht mit auffällig gefärbten Früchten.

Don Pepino, die Birnenmelone, wurde von den Österreichischen Gärtnern zum Gemüse des Jahres gewählt. Bild: Blumenmarketing Austria.

Passend zum Saisonstart der Beet- und Balkonpflanzen präsentieren die Österreichischen Gärtner das Gemüse des Jahres: Don Pepino - die kriminell gute Birnenmelone. Auch wenn der traditionelle Tag der offenen Gärtnerei Ende April dieses Jahr ausfällt, werden doch zahlreiche Neuheiten angeboten und präsentiert.

Die Birnenmelone (Solanum muricatum) wächst bei uns wie die anderen Nachtschattengewächse einjährig und sollte wie Tomaten und Paprika erst nach den Eisheiligen ins Freie gepflanzt werden. In großen Töpfen wächst Don Pepino auch sehr gut und überzeugt auch durch den hohen Zierwert. Die Pflanze bevorzugt einen sonnigen Standort und wächst sehr buschig. Optimal sind Stäbe oder eine Rankhilfe zum Aufbinden der Äste.

Auffällige Blüten

Eine Besonderheit ist auch die Blüte von Don Pepino. Diese sind selbstfruchtbar und sind abhängig von der Temperatur unterschiedlich gefärbt. Bei über 27°C sind die Blüten weiß und zwischen 10 und 20°C tiefblau. Teilweise ergeben sich dadurch hübsche Muster. Wenn man Triebe ohne Blüten rechtzeitig wegschneidet, fördert das die Bildung von Früchten und erhöht die Fruchtgröße. Damit die Pflanze Früchte ansetzt, darf die Nachttemperatur 18°C nicht unterschreiten.

Die richtige Pflege

Die Birnenmelone benötigt regelmäßig, ausreichend Wasser, wobei Staunässe nicht gut vertragen wird. Für guten Fruchtertrag ist ein guter mit Kompost vorbereiteter Boden und die regelmäßige Nachdüngung mit Fruchtgemüsedünger notwendig. Don Pepino liebt Wärme. Die optimalen Temperaturen liegen bei 18-25°C. In kühleren Regionen ist es daher empfehlenswert die Pflanzen in große Töpfe im Gewächshaus zu setzen.

"Wie bei Tomaten kann man die Triebe ausgeizen um den Fruchtansatz zu erhöhen. Die Pflanze neigt dazu, viel Energie in das Wachstum von Blättern und Seitentrieben zu stecken. Pflanzenteile, die keine Blüten tragen, sollten aus diesem Grund möglichst schnell entfernt werden. Auf diese Weise werden die Nährstoffe und die Energie der Pflanze sinnvoll eingesetzt und nicht beim Wachstum unnötiger Seitentriebe verschwendet. Das bedeutet also, je sorgsamer die Melonenbirne geschnitten und dadurch von blütenlosen Trieben befreit wird, desto mehr und desto größere Früchte wird sie ausbilden", empfiehlt Gärtnermeister Albert Trinkl, Obmann des Blumenmarketing Austria.

Der Genuss

Von der Blüte bis zur Reife dauert es relativ lange. Nach ca. 3 Monaten sind die Früchte reif. Sie färben sich dann von grüner zu gelber Schale mit violetten Streifen um. Das reife Fruchtfleisch ist ebenfalls gelb und schmeckt wie eine Mischung aus Melone und Birne. Die Früchte können bis zu 400g schwer werden. Don Pepino schmeckt roh sehr gut und kann mit Schale gegessen werden. Die Alternative ist, sie wie Kiwis auszulöffeln. Aus dem Fruchtfleisch lassen sich aber auch alle Arten von Desserts, Marmelade, Kompott, Smoothies und auch pikante Beilagen zu Fleisch oder Fisch zaubern. (OTS)

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