DFHV: Preisdiskussion bei Lebensmitteln greift zu kurz

Ohne bessere Preise ist eine verbesserte Nachhaltigkeit kaum zu realisieren, heißt es beim Deutschen Fruchthandelsverband e.V. (DFHV).

Ohne bessere Preise ist eine verbesserte Nachhaltigkeit kaum zu realisieren, heißt es beim Deutschen Fruchthandelsverband e.V. (DFHV).

Der Deutsche Fruchthandelsverband e.V. (DFHV) begrüßt die Diskussion um die Lebensmittelpreise in Deutschland. „Durch diese Diskussion wird in Deutschland wieder verstärkt über den Wert von Lebensmitteln diskutiert,“ sagt DFHV-Präsident Dieter Krauß. Wenn in diesem Zusammenhang aber nur über die Preise für Landwirte in Deutschland diskutiert werde, greife die Diskussion zu kurz. „Was ist mit den Produzenten von Obst und Gemüse im Ausland, was mit den Fruchthandelsunternehmen, die dafür Sorge tragen, dass die Waren in hervorragender Qualität bei den Verbrauchern ankommen?“ Die Anforderungen des Lebensmitteleinzelhandels sowohl an die Produzenten als auch an den Fruchthandel stiegen seit Jahren kontinuierlich, ohne dass diese zusätzlichen Leistungen auch honoriert würden. Ohne angemessene Preise für Produktion und Lieferkette könne es keine nachhaltige Versorgung der Verbraucher geben. „Wer Nachhaltigkeit fordert, der muss auch sicherstellen, dass die zusätzlichen Maßnahmen auch finanzierbar sind,“ so Krauß. Der DFHV befürchte sonst, dass bei diesen niedrigen Preisen Produzenten ihre Waren in Zukunft lieber in andere, kaufkräftigere Regionen liefern. Natürlich könne man über Preissteigerungen bei Lebensmitteln diskutieren. „Das ist aber leichter gesagt, als getan, denn die Frage ist, an welcher Stelle der Lieferkette die Preise erhöht werden sollen bzw. müssen,“ sagt Krauß. Offen sei allerdings auch die Frage, wie die Verbraucher auf höhere Preise reagieren würden. Befragt, nach welchen Kriterien sie einkaufen, seien die Antworten eindeutig: nach Qualität und Regionalität. Das tatsächliche Verhalten an den Kassen des Lebensmitteleinzelhandels spreche aber eine andere Sprache. (DFHV)

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