Schweiz: Grüne Berufe mit gemeinsamer Strategie und schlanker Führung

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In der Schweiz sollen die Bildungs- und Beratungszentren in Landwirtschaft und Hauswirtschaft, Gartenbau und Milchwirtschaft Synergien in der Berufsbildung besser nutzen.aid. Mit Blick auf die Neue Verwaltungsführung NEF wird eine gemeinsame Strategie als Kompetenzzentrum für grüne Berufe im Kanton Bern gestartet. Der eigenständige Auftritt innerhalb der jeweiligen Branchen bleibt erhalten. Die Führung der Inforama wird gestrafft.

 

Auslöser der Reorganisation war ein Auftrag der Volkswirtschaftsdirektorin vom November 2000 im Zusammenhang mit der Einführung der Neuen Verwaltungsführung NEF, des veränderten landwirt-schaftlichen Bildungssystems und der Aufhebung der Landwirtschaftsschule am Inforama Bäregg. Die Reorganisation sieht vor, dass die Bildungs- und Beratungsinstitutionen in Landwirtschaft und Hauswirtschaft (Inforama), Milchwirtschaft (mlz) und Gartenbau (GSO) eine gemeinsame Strategie verfolgen und die Synergien voll nutzen. Damit werden die Bildungsangebote für die grünen Berufe im Amt für Landwirtschaft (LANA, Volkswirtschaftsdirektion) vermehrt gemeinsam entwickelt und die Dienstleistungen noch professioneller und kundenfreundlicher gestaltet. Dabei soll allerdings die Positionierung der Bildungs- und Beratungszentren innerhalb der jeweiligen Branche nicht geschwächt werden.

 

Volkswirtschaftsdirektorin Elisabeth Zölch hat eine entsprechende Strategie verabschiedet. Das Kompetenzzentrum für grüne Berufe wird strategisch von einer einzigen Kommission begleitet, die für die einzelnen Institutionen Fachausschüsse bildet. Die Praxis, insbesondere die Lehrmeisterinnen und Lehrmeister, sollen verstärkt in die Entwicklung der Berufsbildung einbezogen werden. Die bisherigen vier Verwaltungskommissionen und die landwirtschaftliche Berufsbildungskommission werden zusammengefasst.

 

Während es für die Führung der mlz und der GSO keine Änderungen gibt, sind vor allem die Inforama von der Reorganisation betroffen. So wird die Zahl der Kaderstellen reduziert. Die Inforama werden inskünftig noch von einer Direktion geführt (bisher zwei, bis 1998 sechs). In der Geschäftsleitung sind die Fachbereiche Grundausbildung, Hauswirtschaft, Strukturierte Weiterbildung, Beratung und Gemüsebau vertreten. Ein grosses Gewicht wird auf die Kompetenz der regionalen Beratungsstellen gelegt. So soll ihre Bedeutung als Ansprechpartner für land- und hauswirtschaftliche Fragen in der Region gestärkt werden. Die neue Organisation wird auf den 1. Mai 2002 in Kraft treten.

 

Nur am Rande von der Reorganisation betroffen ist das Zentrum im Berner Jura (CFVA Loveresse). Dort ist geplant, die Aktivitäten in Bildung und Beratung in eine Stiftung auszulagern, die von den Kantonen Jura und Bern sowie den Berufsorganisationen gemeinsam getragen werden sollen.

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