CVUA: Untersucht Frischobst auf Pflanzenschutzmittelrückstände

Im Jahr 2012 wurden am CVUA Stuttgart insgesamt 799 Proben Frischobst aus konventionellem Anbau auf Rückstände von über 600 Pflanzenschutzmitteln untersucht.

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Im Jahr 2012 wurden am CVUA Stuttgart insgesamt 799 Proben Frischobst aus konventionellem Anbau auf Rückstände von über 600 Pflanzenschutzmitteln untersucht. 737 dieser Proben (92%) wiesen Rückstände von insgesamt 197 verschiedenen Wirkstoffen auf (2011: 184 Wirkstoffe, 2010: 169 Wirkstoffe, 2009: 183 Wirkstoffe). Insgesamt wurden 3994 Rückstandsbefunde quantitativ bestimmt. Bei 36 Obstproben (4,5%) wurden Höchstmengenüberschreitungen festgestellt. Im Vergleich zu den Vorjahren (2011: 3,6%, 2010: 4,2%, 2009: 7,7%) lag die Beanstandungsquote somit leicht höher als in den Jahren 2010 und 2011.

Während bei Proben aus dem Inland von 226 analysierten Proben 7 (3,1%) über der Höchstmenge lagen und von 253 Proben aus anderen EU-Ländern 3 Proben (1,2%) wegen Höchstmengenüberschreitungen beanstandet wurden, sind Proben aus Ländern außerhalb der EU, sogenannte Drittlandsware, dagegen eher höher belastet. Von 302 analysierten Proben waren 25 (9,2%) Proben über der Höchstmenge bei Waren aus Drittländern.

Im Jahr 2012 wurde unter anderem die Substanz Phosphonsäure neu in das Untersuchungsspektrum aufgenommen. Die Substanz gehört zu den Fungiziden und wird häufig im Weinbau zur Bekämpfung von Peronospora eingesetzt. In Tafelweintrauben wurden hier Gehalte zwischen 0,36 mg/kg bis 11,8 mg/kg gefunden. Weitere Phosphonsäurebefunde wurden in Zitrusfrüchten (Gehalte von 0,11 mg/kg bis 8,2 mg/kg) ermittelt. Aufgrund der durchschnittlich vergleichsweise hohen Phosphonsäure-Rückstände (3,65 mg/kg) ist eine Erhöhung des mittleren Pestizidgehaltes im Jahr 2012 zu verzeichnen.

Rückstände mehrerer Pestizide waren bei Obst sehr häufig nachweisbar: 2012 wiesen 663 Obstproben (83%) Mehrfachrückstände auf (2011: 81%, 2010: 77%, 2009: 82%, 2008: 76%). Im Schnitt wurden 5,0 verschiedene Wirkstoffe je Obstprobe nachgewiesen, wobei die Verteilung der Anzahl Pflanzenschutzmittel je Probe, je nach Obstart und je nach Herkunft zum Teil große Unterschiede aufweist. (CVUA Stuttgart)

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