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Copa-Cogeca: Sorge über möglichen Marktzusammenbruch
Da nur kleiner Teil der EU-Beihilfe zur Stützung von vom russischen Embargo getroffenen EU-Obst- und Gemüseerzeugern genutzt wurde, fordert Copa-Cogeca Einführung neuer Regelung im Jahr 2015 zur Vermeidung eines Marktzusammenbruchs sowie zusätzliche Mittel für alle betroffenen Sektoren.
Copa-Cogeca äußerte heute seine ernsthafte Enttäuschung darüber, dass die Europäische Kommission früh die erste Beihilferegelung ausgesetzt hat, welche dafür gedacht war, Druck von den EU-Erzeugern von Obst und Gemüse, die vom russischen Embargo für Agrarexporte getroffen wurden, zu nehmen und warnte, dass erwartet wird, dass nur ein kleiner Teil der Gelder, die diesem System vergangenen August zugewiesen wurden, ausgegeben wurde.
Copa-Cogeca fordert, dass die verbliebene Beihilfe, die auf mehr als 85 Mio. Euro geschätzt wird, nächsten Januar für eine neue Regelung genutzt wird, mit der der Markt vor dem Zusammenbruch bewahrt werden soll, da das Wirtschaftsjahr dann seinen Höhepunkt erreicht haben wird und die Produktionsvolumen höher sein werden.
Anlass hierfür war die Diskussion im EU-Verwaltungsausschuss zu den endgültigen Zahlen und Verwendungen im Rahmen des Systems. Die Ergebnisse der Sitzung zeigen, dass wahrscheinlich weniger als 40 Mio. Euro Beihilfen für die Regelung der Marktrücknahmen der Produkte, beispielsweise in Form kostenfreier Abgabe an Wohltätigkeitsorganisationen, Verwendung als Non-Food oder Ernte vor der Reifung, genehmigt wurden. Diese Zahl muss im Verhältnis zu den 125 Mio. Euro gesehen werden, die ursprünglich für die Regelung vorgesehen waren.
Der Generalsekretär von Copa-Cogeca, Pekka Pesonen, betonte: „Da 29% der Obst- und Gemüseexporte der EU normalerweise nach Russland ausgeführt werden und die Preise in manchen Fällen um bis zu 50% eingebrochen sind, bedauere ich außerordentlich, dass die Kommission die Regelung frühzeitig ausgesetzt hat, bevor die Erzeuger ihre Beihilfeanträge stellen konnten und diese angemessen geprüft wurden. Zusätzliche gezielte Aktionen sind essenziell, um einen Preisverfall und weitere Einkommensrückgänge zu verhindern. Nächstes Jahr ab Januar ist die Hauptausfuhrsaison nach Russland, weswegen es dann wesentlich stärkerer Aktionen bedarf. Wir fordern deshalb, dass diese verbleibende Beihilfe von mehr als 85 Mio. Euro im nächsten Januar für eine neue Regelung genutzt wird, mit der der Markt vor dem Zusammenbruch bewahrt werden soll, da das Wirtschaftsjahr dann seinen Höhepunkt erreicht haben wird und die Produktionsvolumen wesentlich höher sein werden.“
Da wir darüber hinaus normalerweise 24% des Gesamtwertes der EU-Schweinefleischexporte nach Russland ausführen, leidet dieser Sektor schon seit Monaten unter dem Embargo.
Es müssen Maßnahmen zur Verbesserung der Lage ergriffen werden, insbesondere für spezifische Produkte wie Fett und Nebenprodukte. Es müssen auch Absatzförderungskampagnen für Schweinefleisch geschaffen und die Erschließung neuer Absatzmärkte für die Erzeugnisse gefördert werden.In einem Schreiben an den neuen Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, forderte Copa-Cogeca heute zur Finanzierung dieser zielgerichteten Maßnahmen zusätzliche Beihilfen, die nicht aus dem Haushalt der GAP stammen, da der Konflikt politischer Natur ist und nicht ursächlich auf die Landwirte oder landwirtschaftlichen Genossenschaften zurückzuführen ist. Copa-Cogeca betonte, dass im EU-Haushalt 2015 ausreichend Mittel vorgesehen werden müssen, um diese beispiellose Krise, durch die die Landwirtschaft der EU hart getroffen wurde, zu finanzieren. (co-co)

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