BWGV: Reiche Auswahl an heimischen Äpfeln

Die Obstbauern in Baden-Württemberg fahren in 2019 eine sehr ordentliche Apfelernte ein. Das Statistische Landesamt im Südwesten rechnet mit einer Apfelernte von 370.000 Tonnen.

Die Obst-Genossenschaften in Baden-Württemberg und deren Vertriebsgesellschaften werden rund 280.000 Tonnen Äpfel vermarkten. Bild: GABOT.

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Eine sehr ordentliche Apfelernte fahren die Obstbauern in Baden-Württemberg im Jahr 2019 ein. Die Obst-Genossenschaften und deren Vertriebsgesellschaften werden rund 280.000 Tonnen Äpfel vermarkten, prognostiziert der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband (BWGV). Insgesamt rechnet das Statistische Landesamt im Südwesten mit einer Apfelernte von 370.000 Tonnen. „Gut drei Viertel davon werden genossenschaftlich vermarktet“, erläutert Dr. Roman Glaser, Präsident des BWGV. Er ruft die Obst-Liebhaber dazu auf, gezielt heimische Äpfel zu kaufen. Die Obstmärkte am Bodensee und im Neckarraum stellen mit rund 250.000 Tonnen nicht nur in Baden-Württemberg die absoluten Apfel-Schwergewichte dar. Zusammen mit den Kollegen aus dem Alten Land südlich von Hamburg sind sie auch die größten Apfelvermarkter in Deutschland.

Die Apfelernte hat bereits im Juli mit den Sommersorten Delbardestival, Summerred und Discovery begonnen. Ende August werden Elstar und kurz danach Gala gepflückt. Diese Sorten eignen sich sehr gut für die Lagerung in sauerstoffreduzierten Kühlräumen. Mitte September sind die Sorten Boskoop und Rubinette reif, eine Woche später folgen Jonagold und Jonagored. Ab Ende September beginnt bei Kanzi und Evelina, die unter dem speziellen Label Clubsorte firmieren, die Ernte. Im Oktober folgen Braeburn und Fuji mit Kiku. Die Hauptsorten im Südwesten sind Elstar, Jonagold und Gala. Sie machen gut ein Drittel aller geernteten Äpfel aus.

„Die Vermarktung der letztjährigen Ernte neigt sich dem Ende zu, sodass sich die neue Ernte jetzt nahtlos anschließt“, berichtet Dr. Egon Treyer, Geschäftsführer der Marktgemeinschaft Bodenseeobst eG. „Wir gehen davon aus, dass bereits die Herbstvermarktung durch eine höhere Nachfrage nach heimischen Äpfeln und Birnen ordentlich zulegt.“ Im Vorjahr sei der Selbstversorgungsgrad der Haushalte aufgrund der großen Hausgartenernte sehr groß gewesen. Daher sei jetzt neben der Erhöhung der Einkaufsmengen auch eine Zunahme der Käuferreichweite zu erwarten. „Nach den zwei schwierigen Vorjahren mit massiven Frostausfällen und Erlösrückgängen hoffen unsere Obstbauern und wir auf eine erfolgreiche Vermarktung mit guten Erzeugerpreisen“, betont Treyer. Die 21 Obst-, Gemüse- und Gartenbaugenossenschaften sowie Vertriebsorganisationen in Baden-Württemberg werden von 5.000 Mitgliedern getragen. (BWGV)

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