BVE: Warum Politikerinnen am 8. März Blumen geschenkt bekommen

Lange Tradition: Blumen gehören in Deutschland schon mehr als 100 Jahre zum Frauentag dazu.

Lange Tradition: Blumen gehören in Deutschland schon mehr als 100 Jahre zum Frauentag dazu. Eine große Auswahl und beste Qualität bietet der gärtnerische Fachhandel! Bild: GMH/BVE.

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Ob sich Angela Merkel schon auf einen wunderschönen Blumenstrauß freut? Regelmäßig am 8. März bekommt die Bundeskanzlerin ein Bouquet geschenkt. Beispielsweise vor zwei Jahren ein floristisches Werkstück aus rosafarbenen Rosen (Rosa) und weißen Lisianthus (Eustoma) persönlich vom russischen Präsidenten Wladimir Putin. Anlass ist der Weltfrauentag mit einer langen Tradition.

Wichtiger Feiertag im Osten

Auch andere prominente Frauen erhalten an dem Tag Blumensträuße. Denn nicht nur in Russland gilt der 8. März als einer der wichtigsten Feiertage im Jahr. Am Weltfrauentag strömen Männer in den russischen Städten in die Blumenläden, um für Ehefrauen, Freundinnen, Mütter, Töchter und auch für Kolleginnen ein Präsent zu kaufen. Dabei fallen die Sträuße nicht immer so groß aus wie bei den VIPs. Doch nichts zu schenken, das wäre undenkbar. Auch in Deutschland werden viele Frauen am 8. März mit Blumen bedacht. Das kommt auch 30 Jahre nach der Wiedervereinigung des Landes im Osten immer noch häufiger vor als im Westen.

Teilweise in Vergessenheit geraten

Zwar gehört Deutschland zum kleinen Kreis der Länder, in denen bereits ab 1911 Frauenrechte und die Gleichstellung der Geschlechter thematisiert wurden. Immerhin hatten die beiden deutschen Sozialdemokratinnen Clara Zetkin und Käte Duncker daran mitgewirkt, dass es den Frauentag überhaupt gibt. Während des Nationalsozialismus wurden die Demonstrationen zu Frauenrechten jedoch verboten, und der Tag geriet in der jungen Bundesrepublik in Vergessenheit. In der DDR wurde hingegen der Frauentag ab 1947 wieder offiziell groß gefeiert. Mit der Clara-Zetkin-Medaille würdigte die Staats- und Parteiführung jedes Jahr besonderen Fleiß, es gab Festveranstaltungen, Empfänge und Demonstrationen.

Frauenrechte immer noch verletzt

1975 begann auch in der damaligen BRD die Rückbesinnung: In diesem Jahr erklärten die Vereinten Nationen den Tag offiziell zum Internationalen Frauentag. Denn noch immer wurden und werden die Rechte der Frauen verletzt. Zudem ist es erklärtes Ziel von UN Woman, das wirtschaftliche Potenzial und die Arbeitswelt für Frauen zu verbessern. Die Wiedervereinigung Deutschlands 1990 trieb die allgemeine Wertschätzung des Frauentags weiter voran. Heute bietet der 8. März vielfältigen Frauenbewegungen eine Plattform.

Aus roten Nelken wurden Rosen

Blumen zum Frauentag haben in Deutschland seit mehr als 100 Jahren Tradition. Denn bei Demonstrationen für mehr Frauenrechte ab 1911 trugen die Teilnehmerinnen als Zeichen ihrer Solidarität und Zugehörigkeit rote Nelken am Revers, das Symbol der Arbeiterklasse seit dem 19. Jahrhundert. Auch in der DDR spielten rote Nelken am 8. März eine wichtige Rolle. Heute geht der Trend eher in Richtung Rosen und Tulpen zum Frauentag. Doch egal, auf welche Blume die Wahl fällt: Beste Qualitäten und eine Top-Auswahl bietet der gärtnerische Fachhandel. Denn hier gibt es qualitativ hochwertige Blumen auch aus deutscher Produktion. Einen Betrieb vor Ort findet sich unter www.ihre-gaertnerei.de. Und bei der Auswahl helfen viele Frauen, die als Fachkräfte bei angemessener Bezahlung und unter gesetzlich geschützten Bedingungen arbeiten – und so von den Errungenschaften der Frauenbewegung profitieren. (GMH/BVE)

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