BUGA: Grabgestaltung und Trauerfloristik

Am Pfingstmontag zeigten Friedhofsgärtner und Floristen, dass „Blumen trösten, wenn Worte fehlen“.

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„Blumen begleiten uns das ganze Leben, aber wenn der Tod kommt, wünschen sich immer mehr Menschen keine Blumen bei der Trauerfeier und lassen sich anonym begraben. Diese Entwicklung ist bedenklich, denn gerade in dieser Ausnahmesituation sind Blumen und Pflanzen für die Hinterbliebenen wichtig, weil sie helfen, Gefühle des Schmerzes und der Trauer auszudrücken“, sagte Anja Qayyum-Kocks, stellvertretende Vorsitzende des Bundes deutscher Friedhofsgärtner (BdF), im Rahmen einer Präsentation von Grabgestaltung und Trauerfloristik am Pfingstmontag auf dem Festungsplateau Ehrenbreitstein der BUGA in Koblenz. Gemeinsam mit Heiner Koch, Vorsitzender des BdF-Arbeitskreises „Pflanze“, präsentierte sie praktische Grabgestaltung. In ihrer Moderation ging Qayyum-Kocks auf die Symbolik der Pflanzen ein und machte deutlich, wie wichtig die Arbeiten am Grab für die Trauerarbeit sind. Bei einer anonymen Bestattung fehlt vielen Hinterbliebenen etwas: „Sie können sich nicht aus dem Alltag, der unausweichlich weitergeht, herausziehen, ans Grab gehen, an den Verstorbenen denken und ihm einen letzten Dienst erweisen. Für viele Menschen ist es enorm wichtig, Blumen an das Grab zu bringen und das Grab zu pflegen. Das wissen wir Friedhofsgärtner aus unserem täglichen Kontakt mit den Trauernden. Wir hören zu und helfen, wenn die Arbeit zu viel wird“, beschreibt Koch seine alltäglichen Erfahrungen.

Dies wissen auch die Floristen. Der Fachverband Deutscher Floristen (FDF) zeigte in der Veranstaltung, wie kreativ und anspruchsvoll persönliche Trauerfloristik gestaltet werden kann. Auch hier steht die Symbolsprache an erster Stelle.

Viele Zuschauer waren gekommen und begeistert von der Vorführung. „Die Möglichkeiten bei der Grabgestaltung und die gezeigten Werkstücke der Floristen sind einfach faszinierend. Ich wusste gar nicht, was alles möglich ist“, fasste eine Besucherin ihre Eindrücke zusammen.

Noch viel mehr Ideen finden die Besucher noch bis zum Ende der BUGA im Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“ auf dem Festungsgelände. Hier haben die Friedhofsgärtner und Steinmetze auf mehr als 100 Mustergräbern verschiedene Themen in der Grabgestaltung umgesetzt. Daneben wird die historische Entwicklung der Grabgestaltung gezeigt. Und für die Jüngsten gibt es einen Insektenfriedhof zu bewundern. (ZVG/BdF)

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