Boomkwekerij Peers bv: Strukturiert zum Erfolg

Die Baumschule Peers in Ranst überzeugt mit einem breiten Sortiment an Ziersträuchern, Gräsern und Koniferen in Containern und mit Wurzelballen.  

Dimitri De Swert zeigt seine Pflanzen-Qualitäten. Bild: GABOT.

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Die Baumschule Peers in Ranst, in der Nähe von Antwerpen, zeigt sich als moderner, kompakter und gut strukturierter Betrieb. Auf 10 ha Containerfläche und rund 10 ha Freiland wird ein etwa 400 Arten und Sorten umfassendes Sortiment kultiviert – von P9 bis hin zum 10 Liter Container. Kernprodukt mit einer Stückzahl von jährlich rund 500.00 Stück sind Pflanzen im 3-Liter-Container. 11 festangestellte Mitarbeiter werden in den Arbeitsspitzen von 10 Saisonkräften unterstützt; bei der Stecklingsvermehrung im Sommer sind zusätzlich noch Schüler im Einsatz. „Es heutzutage ist eine große Herausforderung, geeignete Arbeitskräfte zu finden“, sagt Dimitri De Swert, der den Baumschulbetrieb heute führt. In Zukunft will der junge Unternehmer den Fokus auf die Ausbildung und den weiteren Ausbau des Teams legen. So sollen die Mitarbeiten immer mehr verantwortlich handeln und operative Aufgaben übernehmen, die bisher durch die Inhaberfamilie wahrgenommen wurden. 

Sonja Peers und ihr Ehemann Louis De Swert haben die Baumschule im Jahr 1980 auf einer Fläche von 2 ha gegründet – heute ist das Unternehmen um ein Vielfaches gewachsen. Dimitri De Swert trat 2013 in das Unternehmen ein und hat den Betrieb kontinuierlich weiterentwickelt:  Foliengewächshäuser, eine Arbeitshalle und eine Schattenhalle wurden genauso gebaut wie mehrere Regenwasserauffangbecken. Die Infrastruktur des Betriebes wurde verbessert und weiteres technischen Equipment angeschafft, damit die Grundidee des Betriebes auch in der Praxis umgesetzt werden kann: Die Produktion unkrautfreier Pflanzen von hervorragender Qualität zu äußerst wettbewerbsfähigen Preisen. Mit diesem Grundsatz ist De Swert heute erfolgreich – bei einem Besuch der Produktionsflächen fallen die sauberen uniformen Bestände direkt ins Auge. Die gute Strukturierung des Betriebs erleichtert das zügige Arbeiten. „Effizienz ist in unserer DNA verankert und genießt oberste Priorität“, sagt Dimitri De Swert.

Die Boomkwekerij Peers bv exportiert rund 50% der gesamten Produktion. Als Drehscheibe dafür dient das niederländische Baumschulzentrum in Zundert, das nahe der belgischen Grenze liegt und in der Verkaufssaison von Oktober-April täglich angefahren wird. Um in der gesamten Region mit den eigenen Produkten präsent zu sein, stellt das Unternehmen jährlich auf der Fachmesse GrootGroenPlus in Zundert aus. 

De Swert muss sich aktuell auch den schwierig gewordenen Rahmenbedingungen stellen. „In diesem Jahr haben sich die Substratpreise um 24% erhöht und die Löhne in Belgien sind im Januar um 11% und dann noch mal im Juli um 10% gestiegen“. Damit ist die Kostenseite stark unter Druck gekommen, Preisanpassungen sind unvermeidlich. Dennoch sieht sich das Unternehmen für die Zukunft gut aufgestellt. Eine weitere Expansion in Fläche ist aktuell nicht geplant, der Baumschulunternehmer will mehr in Nachhaltigkeit investieren und den dort eingeschlagenen Weg fortsetzen. Torfreduzierte Substrate und Container aus recyceltem Kunststoff sind in der Baumschule Peers genauso selbstverständlich wie das Kompostieren des eigenen Pflanzenabfalls. Die Baumschule hat sich dem Integrierten Pflanzenschutz (IPM) verschrieben, d. h. es wird alles darangesetzt, um Krankheiten und Schädlingen von vornherein entgegenzuwirken, sie gegebenenfalls biologisch zu bekämpfen und  nur im Extremfall mit Pflanzenschutzmitteln einzusetzen. 

Sonja Peers und Louis De Swert sind heute immer noch im Unternehmen tätig. Den Weg in eine gute Zukunft haben sie aber schon vor Jahren geebnet – mit klaren Strukturen und einem klaren Kurs ist ihr Unternehmen auch in zweiter Generation weiter erfolgreich. 

Wer mehr über die belgische Baumschulwirtschaft und den Zierpflanzenbau im Nachbarland erfahren will, hat dazu auf der IPM die Gelegenheit. An drei Gemeinschaftständen in den Hallen 2, 6 und zeigen belgische Unternehmen typische Spezialitäten wie Azaleen, Rhododendren, blühenden Zimmerpflanzen, dem Lorbeer und Chrysanthemen bis hin zu Sträuchern, Jung- und Beetpflanzen sowie andere Baumschulerzeugnisse.

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