Bonde: Eröffnete 35. Bodensee-Obstbautage

"Die Messe 'Fruchtwelt Bodensee' hat sich längst als zentraler Treffpunkt regionaler und internationaler Aussteller etabliert. Mit vielen historischen Städten, attraktiven Landschaften und hochwertigen regionalen Spitzenprodukten bietet der Bodensee-raum die ideale Kulisse für diese Veranstaltung.

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"Die Messe 'Fruchtwelt Bodensee' hat sich längst als zentraler Treffpunkt regionaler und internationaler Aussteller etabliert. Mit vielen historischen Städten, attraktiven Landschaften und hochwertigen regionalen Spitzenprodukten bietet der Bodenseeraum die ideale Kulisse für diese Veranstaltung. Die Marke 'Obst vom Bodensee', mit der die Obsterzeuger gemeinsam werben, ist ein Erfolgsmodell, das für Qualität und Regionalität pur steht", lobte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, bei der Eröffnung der 35. Bodensee-Obstbautage im Rahmen der Messe "Fruchtwelt Bodensee" am 24. Februar in Friedrichshafen. Auf der Fachmesse konnten sich Besucherinnen und Besucher über neueste Entwicklungen und Produkte im Obstanbau, Brennereiwesen, Pflanzenschutz sowie über Erntemaschinen, Baumschulen und Hopfen informieren. 

Bio & regional liegen im Trend
Eine weitere Marktchance für den Obstbau liege in der Erzeugung regional und ökologisch erzeugter Produkte. 67% der Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg würden bereits heute regelmäßig Produkte aus biologischem Anbau kaufen, 83% würden gerne mehr Bioprodukte aus der Region kaufen. "Diesen Wachstumsmarkt sollten wir nicht Produzenten anderer Länder überlassen. Wer jetzt auf Bio-Produktion umsteigt, beweist unternehmerische Weitsicht - zum eigenen Nutzen und zum Nutzen der ganzen Obstbauregion Bodensee", sagte Bonde. 2011 wurden in Baden-Württemberg beim Kernobst fast 10% des erzeugten Tafelobstes nach den Regeln der EU-Öko-Verordnung produziert. 

Obstbau im ganzen Land profitiert von Forschung
Das Land unterstütze daher Betriebe, die auf biologische Wirtschaftsweise umstellen, nicht nur finanziell in der schwierigen und kostenintensiven Phase der dreijährigen Umstellung. Speziell für den Obstbau-Bereich werde ein ökologischer Modell- und Versuchsbetrieb am Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee (KOB) in Bavendorf aufgebaut. In einer vierjährigen Aufbauphase würden dort zusätzliche Versuchsflächen von 18 Hektar geschaffen. "Mit dem Versuchsbetrieb wollen wir den ökologischen Obstbau, aber auch die integrierten Anbausysteme, voranbringen und unsere Spitzenposition als 'Obstland Nummer eins' festigen. Vom Ausbau des KOB profitiert nicht nur der Bio-Obstbau, sondern auch der Obstbau im gesamten Land", betonte der Minister abschließend. 

Hintergrundinformationen: 
Baden-Württemberg ist das Land der Sonderkulturen (Obst, Gemüse, Wein) und das "Obstland Nummer eins" in Deutschland. Etwa die Hälfte aller Obst anbauenden Betriebe in Deutschland befinden sich in Baden-Württemberg (rund 9.000 Betriebe). Auf einer Fläche von 21.300 Hektar (30% der deutschen Obstfläche) werden - je nach Ernte - 40 bis 60% der deutschen Obsternte produziert. Neben dem intensiven Erwerbsobstbau ist Baden-Württemberg durch den weit verbreiteten Streuobst- und Gartenobstbau geprägt. Die baden-württembergische Obsterzeugung liegt bei rund 800.000 Tonnen. Den Schwerpunkt bildet der Apfel. Die Apfelernten aus dem Marktobstbau liegen bei rund 280.000 Tonnen. Das Bodenseegebiet ist nach dem Alten Land (Niederelbe) das zweitgrößte geschlossene Apfelanbaugebiet in Deutschland. Eine durchschnittliche Apfelernte im Bodenseegebiet liegt bei 225.000 Tonnen. Auch in Baden-Württemberg erfolgt eine starke Angebotsbündelung auf der Vermarktungsebene. Rund 70% des Obstes werden über Erzeugerorganisationen vermarktet. (Quelle: mlr.bw) 

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