Bioland: Deutliches Flächenwachstum und neuer Landesvorstand

Die nach Bioland-Prinzipien bewirtschaftete Fläche in Baden-Württemberg stieg im vergangenen Jahr um 5,6% (2.876 ha) auf 54.023 ha (Stand 1.1.2015). Insgesamt arbeiten im Südwesten heute 1.279 Erzeuger nach den strengen Richtlinien des Bioland-Verbands.

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Die nach Bioland-Prinzipien bewirtschaftete Fläche in Baden-Württemberg stieg im vergangenen Jahr um 5,6% (2.876 ha) auf 54.023 ha (Stand 1.1.2015). Insgesamt arbeiten im Südwesten heute 1.279 Erzeuger nach den strengen Richtlinien des Bioland-Verbands. „Mit diesem erstaunlich positiven Betriebswachstum noch in der bisherigen politischen Förderperiode befinden wir uns auf einem guten Weg“, sagte die im Amt als Erste Landesvorsitzende bestätigte Zilla Fröhlich aus Bingen-Hochberg auf der Landesmitgliederversammlung in Bad Boll. Das Wachstum sei Ergebnis guter Beratung auf Erzeugungs- wie auf Vermarktungsebene. Eine große Herausforderung sieht sie darin, auch in Zukunft weitere Landwirte für die organisch-biologische Form des Landbaus zu gewinnen.

Neben ihr wählte die gut besuchte Mitgliederversammlung zwei neue Beisitzer in den Vorstand: Philipp von Woellwarth, dessen Familie auf der Ostalb einen 125 Hektar großen Ackerbaubetrieb mit Mutterkuhhaltung betreibt, sowie die Nebenerwerbs-landwirtin und Vollblut-Bäuerin Regina Schäfer aus Illerkirchberg bei Ulm. Der Bioland-Imker Wolfgang Markowis aus Balingen, bisheriger Beisitzer, wurde als Kassier gewählt. Bestätigt wurden die beiden bisherigen Beisitzer David Weber aus Mettenberg bei Biberach und Georg Weith aus Langenau-Göttingen. Zweiter Vorsitzender bleibt der Gemüsebauer Marcus Arzt aus Ditzingen.

„Mit diesem Vorstand aus erfahrenen und neuen Mitgliedern sind wir personell sehr gut aufgestellt“, versichert Zilla Fröhlich. Für die Vermarktung der Bioland-Produkte sieht sie auch in Zukunft große Potenziale: „Geflügel, Eier, Schweine und Ferkel aus regionaler Erzeugung werden auf dem Bio-Markt händeringend gesucht." Durch die Öffnung für neue Marktsegmente im qualitätsorientierten Lebensmitteleinzelhandel hat der bundesweit größte Öko-Anbauverband die Absatzmöglichkeiten für seine Erzeuger im Südwesten auf eine breitere Basis gestellt. Zudem erwartet Bioland, dass sich mit dem neuen Förderprogramm des Landes für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl (FAKT) sowie der „Beratung 2020“ die Bedingungen für die Öko-Betriebe im Land weiter verbessern.

Die in den Medien immer wieder thematisierte „Rückumstellung“ von Bio-Betrieben spielt aufgrund des bereits bisher gut aufgestellten Beratungsangebots und den florierenden Absatzmöglichkeiten für regionale Bioprodukte keine Rolle: Geschäftsführer Dr. Christian Eichert berichtete am Rande der Mitglieder-versammlung, dass von den 1.279 Bioland-Erzeugern im zurückliegenden Jahr gerade ein einziger seinen Betrieb auf konventionelle Bewirtschaftung rückumgestellt hat.

Dieses Ergebnis sowie der rundweg positive Flächenzuwachs widersprechen allen Meldungen, die ein Ende des Bio-Booms verkünden.

Für Bioland sind die Flächenzuwächse und wirtschaftlichen Argumente aber nicht alles: Zilla Fröhlich sieht eine wichtige Aufgabe darin, die von Bioland-Bauern geschaffenen, nicht-monetären Mehrwerte für das Tierwohl sowie den Umwelt- und Naturschutz noch besser in der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Laut Fröhlich seien die Bioland-Betriebe nicht nur Marktakteure, sondern übernähmen als Erzeuger wie als Verarbeiter auch Verantwortung für das Gemeinwohl und die Zukunft des ländlichen Raums.

Weitere Informationen unter www.bioland-bw.de 

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