Bienensterben: Glyphosat könnte ein Faktor sein

Eine weitere Studie hat Zweifel an der Umweltsicherheit von Glyphosat aufkommen lassen.

Eine weitere Studie hat Zweifel an der Umweltsicherheit von Glyphosat aufkommen lassen. Bild: GABOT.

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Forscher an der Universität von Texas in Austin (UT) haben in einer Studie Bienen Glyphosat ausgesetzt und fanden dabei heraus, dass sich nützliche Bakterien im Verdauungstrackt der Insekten reduzierten, wodurch sie anfälliger für Krankheiten wurden.

"Wir brauchen bessere Richtlinien für die Verwendung von Glyphosat, insbesondere in Bezug auf die Bienenexposition, denn die Richtlinien gehen davon aus, dass Bienen nicht durch das Herbizid geschädigt werden", sagte Doktorand und Forschungsleiter Erick Motta in einer Mitteilung. "Unsere Studie zeigt, dass das nicht stimmt."

Die Studie, die jetzt in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wurde, setzte den Bienen Glyphosat-Mengen aus, die an Feldfrüchten und Straßenrändern auftreten, und stellte drei Tage später ihre Darmgesundheit fest.

Von acht gewöhnlichen Darmbakterien waren vier nach Exposition gegenüber Glyphosat reduziert. Die exponierten Bienen wiesen auch höhere Mortalitätsraten auf, wenn sie anschließend dem weitverbreiteten Krankheitserreger Serratia marcescens ausgesetzt wurden.

Die Autoren der Studie fragten sich, ob Glyphosat-Exposition ein Faktor für den Rückgang der Bienenpopulationen in den USA sein könnte, und empfehlen, dass Landwirte und Gärtner Glyphosat bei Blütenpflanzen, die von Bestäubern bevorzugt werden, nicht mehr verwenden.

"Es ist nicht das einzige, was all diese Bienensterben verursacht, aber es ist definitiv etwas, worüber sich die Leute sorgen sollten, weil Glyphosat überall verwendet wird", sagte Motta.

Monsanto, das Unternehmen, das das Herbizid 'Roundup' vor dem Erwerb durch die Bayer AG entwickelt hat, stellt die Ergebnisse in Frage. "Behauptungen, dass Glyphosat einen negativen Einfluss auf Honigbienen hat, sind einfach nicht wahr. Keine groß angelegte Studie hat einen Zusammenhang zwischen Glyphosat und dem Rückgang der Honigbienenpopulation gefunden. Mehr als 40 Jahre robuste, unabhängige wissenschaftliche Beweise zeigen, dass es kein unangemessenes Risiko für Menschen, Tiere und die Umwelt im Allgemeinen gibt", sagte ein Sprecher von Monsanto in einer Erklärung, die von "The Guardian" veröffentlicht wurde.

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