Biedronka: Kunden in die Irre geführt?

Der polnische Discounter Biedronka wird beschuldigt, Verbraucherinteressen verletzt zu haben. Es geht um Informationen über das Herkunftsland von Gemüse und Obst.

Biedronka ist einer der größten Lebensmittelhändler in Polen, insbesondere für frisches Gemüse und Obst. Bild: Biedronka.

In Polen wird gerade geprüft, ob der Discounter Bierdronka Kunden irregeführt hat. Handelskontrollprüfungen zeigten, dass Gemüse und Obst aus anderen Ländern stammte als den auf den Schildern angegebenen. Importierte Artikel wie belgische Karotten und ukrainische Gurken sollen fälschlicherweise als Eigenanbau gekennzeichnet worden sein, und das zu einer Zeit, als die Einheimischen zu "patriotischen" Kaufentscheidungen ermutigt wurden. Die Supermarktkette wird auch wegen unlauterer Geschäfte mit Lieferanten unter die Lupe genommen.

Biedronka selbst will aktuell besonders polnische Gemüse- und Obstproduzenten unterstützen. Dazu wurden neue Abrechnungsregeln angekündigt, die die Zahlungsfrist für Obst- und Gemüseproduzenten ab dem 1. Juni auf 21 Tage verkürzen. Dies sei ein weiterer Schritt in der Strategie zur Unterstützung kleiner polnischer Produzenten nach dem vor einem Monat angekündigten Programm "Zeit zur Unterstützung kleiner Produzenten", so der Discounter.

Biedronka ist einer der größten Lebensmittelhändler in Polen, insbesondere für frisches Gemüse und Obst. Erst im Jahr 2019 wurden in über 3.000 Filialen fast 120 Millionen kg Kartoffeln, 110 Millionen kg Tomaten und fast 90 Millionen kg Äpfel verkauft, von denen die überwiegende Mehrheit von polnischen Herstellern stammte.

Der GABOT-Newsletter

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.