BGL: "Masterplan Stadtnatur“ wird begrüßt

Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) begrüßt die Entscheidung des Bundeskabinetts zur Umsetzung des von Bundesumweltministerin Svenja Schulze vorgelegten Masterplans Stadtnatur.

Aus Sicht des BGL ist eine nachhaltige Stadtentwicklung, die auf mehr lebendiges Grün setzt, alternativlos. Bild: GABOT.

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Mit der Entscheidung des Bundeskabinetts zur Umsetzung des von Bundesumweltministerin Svenja Schulze vorgelegten Masterplans Stadtnatur erfüllt die Bundesregierung den im Koalitionsvertrag festgelegten Auftrag, einen Masterplan zur Umsetzung des Weißbuchs "Grün in der Stadt" für die Arten- und Biotopvielfalt in unseren Städten umzusetzen. Mit insgesamt 26 Maßnahmen will die Bundesregierung die Kommunen dabei unterstützen, die Arten- und Biotopvielfalt in unseren Städten zu erhöhen. So sollen natürliche, grüne Lebensräume geschaffen werden, die nicht nur Pflanzen und Insekten nützen, sondern den Stadtbewohnern grüne Oasen der Erholung bieten.

„Die Entscheidung des Bundeskabinetts ist eine gute Nachricht für die Menschen in Deutschland und auch für die Branche des Garten- und Landschaftsbaus. Nicht zuletzt die Ergebnisse der Europawahl haben gezeigt, dass das Bewusstsein für Klimawandel, Artenvielfalt und Lebensqualität in der Bevölkerung stark gewachsen ist und hier nachhaltige Lösungen von der Politik erwartet werden“, erklärt BGL-Präsident Lutze von Wurmb. Mit dem Beschluss des Bundeskabinetts zum „Masterplan Stadtnatur“ stärkt die Bundesregierung den Stellenwert von Stadtgrün für eine moderne und klimawandelgerechte Stadtentwicklung. Denn Stadtgrün übernimmt vielfältige soziale, gesundheitliche, wirtschaftliche, ökologische und klimatische Funktionen und leistet insgesamt einen zentralen Beitrag für die Verbesserung der Lebensqualität in den Städten. Aus Sicht des Bundesverbandes der Landschaftsgärtner ist eine nachhaltige Stadtentwicklung, die auf mehr lebendiges Grün setzt, deshalb alternativlos.

„Allerdings steht die aktuelle Diskussion um die Zusammenlegung der Städtebauförderprogramme dazu in deutlichem Widerspruch. Wer mehr Grün will, darf das Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“, das von Städten und Gemeinden in vollem Umfang abgerufen wurde, nicht durch Verschmelzung mit anderen Themen verschwinden lassen“, fordert von Wurmb. Der BGL setzt sich deshalb mit Nachdruck für den Erhalt eines eigenständigen Programms „Zukunft Stadtgrün“ und für eine Aufstockung des Fördervolumens auf 100 Mio. Euro ein. Nur so kann letztlich nach der Auffassung des Bundesverbandes der Landschaftsgärtner auch der jetzt beschlossene „Masterplan Stadtnatur“ ein Erfolg werden. (BDL)

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