BGL: Kritik am Klimaschutzgesetz

Der BGL-Präsident Lutze von Wurmb vermisst im Klimaschutzgesetz den stärkeren Ausbau der grünen Infrastruktur.

BGL-Präsident Lutze von Wurmb. Bild: BGL.

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Das Klimaschutzgesetz ist am 15. November vom Deutschen Bundestag verabschiedet worden. Das kontrovers diskutierte Gesetz soll die deutsche Wirtschaft stärker auf einen notwendigen Klimaschutz-Kurs bringen und damit die gesetzten Klimaziele erreichen.

„Wir als Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL) begrüßen grundsätzlich die Klimaschutzbemühungen der Bundesregierung, denn angesichts der auch in Deutschland immer mehr zu spürenden Auswirkungen des Klimawandels, war ein solcher Schritt längst überfällig“, so BGL-Präsident Lutze von Wurmb. Jedoch vermisst der Branchenverband der Landschaftsgärtner im Gesetz einen stärkeren Ausbau der grünen Infrastruktur als natürliche Klimaschutzmaßnahme. „Bei den aktuellen Maßnahmen handelt es sich zum größten Teil um technische und bürokratische Lösungsansätze zur CO2 Reduzierung. Dabei sind Pflanzen und Grünflächen natürliche CO2-Reduzierer, natürliches Grün sorgt zudem für Abkühlung in den Städten bei Hitzeperioden und bei Starkregenereignissen für eine verzögerte Zuführung der Wassermassen in die Kanalisation. Abgesehen davon gibt es ohne Grün keine Artenvielfalt und Lebensqualität für die Menschen in der Stadt und auf dem Land“, erklärt von Wurmb.

Aus Sicht des BGL-Präsidenten ist es deshalb umso bedauerlicher, dass die grüne Infrastruktur nicht viel mehr im Klimaschutzgesetz berücksichtigt wurde. „Wir werden gegenüber der Politik auf Landes- wie auch auf Bundesebene auf diesen Fehler hinweisen und eine stärkere Berücksichtigung grüner infrastruktureller Maßnahmen einfordern. Denn echte Klimaschutzpolitik ist ohne natürliches Grün nur halb so viel Wert“, so von Wurmb.

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