BGL: Bundesumweltministerin stellt Stadtgrün vor

Am 8. / 9. Mai fand im Colosseum Theater in Essen der Bundeskongress "Grün in der Stadt - Für eine lebenswerte Zukunft" statt.

Stadtgrün. Bild: Graf von Luckner für den BdB.

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Höhepunkt des Kongresses war die Vorstellung des Weißbuchs Stadtgrün durch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Für August Forster, Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V., ist mit dem Weißbuch Stadtgrün ein riesiger Schritt hin zu einer echten, grünen Stadtentwicklungs-politik gemacht worden. „Stadtgrün ist ein prägendes Element unserer Städte. Es übernimmt vielfältige soziale, gesundheitliche, wirtschaftliche, ökologische und klimatische Funktionen und leistet insgesamt einen zentralen Beitrag für die Verbesserung der Lebensqualität in den Städten. Das Weißbuch Stadtgrün zeigt erstmals auf, dass qualitativ hochwertiges und nachhaltiges städtisches Grün eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen, Bürgerinnen und Bürgern sowie von Unternehmen und Interessenvertretern ist. Dies hat es so bisher noch nicht gegeben“, erklärt Forster.

Mehrjähriger Dialogprozess mündet in Weißbuch Stadtgrün

Das Weißbuch Stadtgrün bündelt die Ergebnisse des breit angelegten und mehrjährigen Dialogprozesses über den Stellenwert einer städtischen, grünen Infrastruktur, den das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit dem gleichnamigen Grünbuch angestoßen hatte. So enthält das jetzt vorgestellte Weißbuch zehn zentrale Handlungsfelder zur Sicherung und Qualifizierung von Grün- und Freiflächen, auf die der Bund in den kommenden Jahren seinen Blick richten wird. „Angesichts der Herausforderungen vor denen unsere Städte alleine schon durch den Klimawandel stehen, war es an der Zeit, dass den Kommunen ein Handlungs- und Maßnahmenbündel bereitgestellt wird, das aufzeigt, wie in Zukunft Grünflächen, geplant, angelegt und gepflegt werden sollen. Besondere Bedeutung kommt hier natürlich der standortgerechten Pflanzenwahl zu. Nur so können wir sicherstellen, dass in den Kommunen städtisches Grün auch fachmännisch eingesetzt wird und damit auch der Stadtbevölkerung einen nachhaltigen Nutzen bringt“, begrüßt Forster das Ergebnis der Weißbuchprozesses. Besonders erfreut zeigte sich BGL-Präsident Forster, dass „viele Anregungen unserer gemeinsamen Stellungnahme in das Weißbuch eingeflossen sind, hier insbesondere, dass Gartenschauen als wesentliches Element der zukunftsweisenden Stadtentwicklung vom Bund gefördert werden sollen.“

Im Weißbuch besonders hervorzuheben ist aus Sicht des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau der vertretene interdisziplinäre Ansatz, alle an einer grünen Stadtentwicklungspolitik beteiligten Akteure zusammenzubringen. „Damit hat der Bund erkannt, dass nur eine Vernetzung der verschiedenen Verwaltungsebenen von Bund, Ländern und Kommunen mit dem Know-how der grünen Berufsstände, den Planern sowie der Forschung einer wirklichen und zukunftsfähigen, grünen Stadtentwicklung den Weg bereitet“, fasst Forster zusammen, der jetzt auf eine Aufbruchstimmung in Sachen echter, grüner Stadtentwicklung in den Städten und Kommunen setzt.

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