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Belgier: Essen jährlich 90kg frisches Obst und Gemüse
Seit Jahren steigt der Obst- und Gemüsekonsum in Belgien. Im zurückliegenden Jahr pendelte der Pro-Kopf-Verzehr bei 90kg Frischobst und -gemüse ein. Mehr als Dreiviertel der Obst- und Gemüseeinkäufe für den Hausverzehr besteht aus frischer Ware. Bei Gemüse hat die Möhre der Tomate den Rang als beliebteste Gemüseart abgelaufen. Beliebteste Obstsorte bleibt der Apfel. Das geht aus einer Marktstudie hervor, die GfK Panel Services Belgium im Auftrag von Flanderns Agrar-Marketing-Büro VLAM erstellt hat.
2012 hat der Belgier im Schnitt 50kg Frischobst und mehr als 40kg Frischgemüse verzehrt. Hinzu kommen 31kg verarbeitetes Obst und Gemüse. Beim Gemüse sind nunmehr die Möhren das beliebteste Gemüse; sie haben die Tomaten auf den zweiten Platz verdrängt. Pro Kopf wurden 6,3kg Möhren verzehrt, gegenüber 6,1kg Tomaten. Mit 4,5kg pro Kopf und Jahr schaffte die Zwiebel den größten Sprung nach vorne. Chicorée folgt auf Platz 4, musste aber Federn lassen. Auch die diversen Kohlsorten sowie Kopfsalat und Sellerie landeten, im Vergleich zum Vorjahr, nicht mehr so häufig im Einkaufskorb.
Beim Obst sind in den letzten zehn Jahren kleinere Segmente, wie Brombeeren, Himbeeren und Waldbeeren, deutlich in der Gunst der Verbraucher gestiegen. Im Segment mittelgroße Früchte rückte die Ananas um über 245% nach oben. Meistgekaufte Obstsorte bleibt, trotz leichter Einbußen, der Apfel mit zehn kg pro Kopf. Hier behauptete sich Jonagold zwar als führende Sorte, fiel aber mengenmäßig von 52 auf 43% zurück. Größte Gewinner waren Bananen (+ 26%), Erdbeeren (+ 26%), Kiwis (+ 17%) und Mandarinen (+ 17%).
Junge Familien legen ein anderes Kaufverhalten an den Tag als ältere Personen und Singles: Während Salatgurken, Paprika, Peperoni, Kirschtomaten und neue Salatsorten bei jüngeren Familien beliebter sind, kaufen ältere Personen häufiger Sellerie, Bohnen, Hülsenfrüchte, Chicorée und weißen Spargel. Rentner mögen eher Birnen, Steinobst, Zitrusfrüchte und Kleinobst; dagegen bevorzugen jüngere Singles exotische Obstsorten, wogegen Familien mit Kindern verstärkt Äpfel, Bananen und Kiwis kaufen.
Wichtigste Einkaufsquelle für Frischobst und –gemüse bleibt, mit einem Marktanteil von fast 50%, der Lebensmitteleinzelhandel. Die Harddiscounter konnten im Laufe der Jahre Terrain gut machen: Ihr Anteil stieg von 16% im Jahre 1995 auf 22% im Jahre 2012.
70% des Gemüseverzehrs geschieht in den eigenen vier Wänden. Der Außerhaus-Verzehr ist von 32% im Jahre 2007 auf 30% im zurückliegenden Jahr gesunken. Mit 62% wird der Löwenanteil der Frischobstmengen zu Hause verzehrt; 38% entfallen auf den Außerhaus-Verzehr. (VLAM)

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