BEE: Ruft zum Ausbau der Erneuerbaren Energien auf

"Auch der Wärme-, Mobilitäts- und Industriesektor muss perspektivisch vollständig mit Erneuerbaren Energien versorgt werden".

Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 55 Verbänden und Unternehmen aus den Branchen der Wind-, Bio- und Solarenergie sowie der Geothermie und Wasserkraft. Bild: BEE.

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„Der heute von der Internationalen Energieagentur IEA vorgestellte Report „Global Energy Review 2020“ kommt einem Paradigmenwechsel gleich. Noch nie hat die IEA mit solcher Dringlichkeit und Verve den Ausbau der Erneuerbaren Energien und anderer Zukunftstechnologien empfohlen. Die IEA ruft die Regierungen der Welt dringend dazu auf, zur Bewältigung der Krise und für eine zukunftsfähige Versorgung jetzt in saubere Technologien wie Erneuerbare Energien und Effizienz, in Batterien und Wasserstofftechnologien zu investieren“, so die Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie, Dr. Simone Peter, anlässlich der Vorstellung des Berichts der IEA.

Die Coronakrise habe den größten Schock im globalen Energiesystem seit dem 2. Weltkrieg verursacht und der Einbruch beim Energieverbrauch liege noch über dem der Weltwirtschaftskrise von 2008. Damit verbunden sei eine Abnahme der CO2-Emissionen um fast 8%. Nur Erneuerbare Energien hätten in der bisherigen Bilanz für das Jahr 2020 zugenommen, vor allem dank der ansteigenden Einspeisung kosteneffizienten Ökostroms aus Wind- und Solaranlagen. CO2-freie Quellen würden ihren im Jahr 2019 erzielten Vorsprung in diesem Jahr weiter ausbauen und vor allem die Stromerzeugung aus Wind- und Sonne würde weiter wachsen, was sich negativ auf die Nachfrage nach Strom aus Kohle und Erdgas auswirke. Der Report mache auch klar, dass in den anderen Bereichen jenseits des Stromsektors noch erheblicher Nachholbedarf für Erneuerbare Energien bestehe. „Hier muss global nachgebessert werden, denn auch der Wärme-, Mobilitäts- und Industriesektor muss perspektivisch vollständig mit Erneuerbaren Energien versorgt werden“, so Peter. Auch für Batterien und Wasserstoff sei die Basis Energie aus Sonne, Wind, Bioenergie & Co. Und die von der IEA vorgeschlagene Kohlenstoffabscheidung käme, wenn überhaupt, nur für wenige Industrieprozesse in Frage, zum Beispiel dann, wenn die Versorgung mit Erneuerbaren nicht möglich sei.

„Grundsätzlich teilen wir die Position der IEA, dass krisenbedingte sinkende CO2-Emissionen kein Grund zur Freude sind, denn sie sind mit dramatischen Einbrüchen in der Wirtschaft, massiven Jobverlusten und volkswirtschaftlich negativen Begleiterscheinungen verbunden und wirken auch nicht nachhaltig. Aber es besteht jetzt die Chance, die kostengünstigen Erneuerbaren Energien zu nutzen, um langfristig eine klimaschonende und sichere Energieversorgung aufzubauen. Es ist richtig, dass die IEA die Regierungen ermahnt, aus den Erfahrungen früherer Krisen zu lernen, und nicht länger auf fossile Energieträger zu setzen, sondern saubere Energietechnologien in den Mittelpunkt ihrer Pläne zur wirtschaftlichen Erholung zu stellen. Die IEA bekräftigt, dass Investitionen in diesen Bereichen Arbeitsplätze schaffen, die Wirtschaft wettbewerbsfähiger machen und die Welt in Richtung einer widerstandsfähigeren und saubereren Energiezukunft lenken können. Dem ist nichts hinzuzufügen“, so Peter abschließend. (BEE)

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