BdS: Staudensichtung bringt gute Ergebnisse

Die Bedeutung von Staudensichtung für die erfolgreiche Verwendung in öffentlichen Anlagen und Privatgärten ist einmal mehr bei der Journalistenreise des Bundes deutscher Staudengärtner (BdS) am 25. Juli deutlich geworden.

Die Steppenheide im Sichtungsgarten ist bereits über 40 Jahre alt und wird seit Jahren nicht gegossen. Bild: BdS/Banse.

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„Eine Staude, die nicht widerstandsfähig ist, hat aufgrund der Bewertungskriterien keinerlei Chance bei der Staudensichtung ausgezeichnet zu werden“, erklärte Prof. Dr. Bernd Hertle, Leiter der Weihenstephaner Gärten und Vorsitzender des BdS-Arbeitskreises Staudensichtung. Nur gesunde und vitale Pflanzen erhalten die hohen Auszeichnungen und versprechen einen dauerhaften Erfolg ohne Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Prof. Hertle nannte als Ziele der Staudensichtung verlässliche Informationen für Stauden zu generieren und damit eine Grundlage zu schaffen, eine langfristige Pflanzung und eine Minimierung von Pflege und Krankheits- bzw. Schädlingsbefall zu erreichen. In der Vorsichtung und dreijährigen Hauptsichtung werden keine Pflanzenschutzmittel angewendet.

Staudengärtner übernehmen gezielt diese prämierten Stauden in ihr Sortiment, erklärte Michael Moll, Vorsitzender des Bundes deutscher Staudengärtner. In der gesamten gärtnerischen Fachwelt hat sich der Vorteil dieser Stauden leider noch nicht ausreichend durchgesetzt, bemängelte Moll. Häufig werden noch Standardsorten aus der eigenen Ausbildung als Gärtner und Planer ausgeschrieben. Ein Teilnehmer regte an, auch die Wirkung auf Tierpopulationen in den Sortimenten mit aufzunehmen. Prof. Dr. Hertle würde eine Unterstützung anderer Forschungseinrichtungen in dieser Hinsicht sehr begrüßen.

Ein Phlox- und ein Hakonechloa-Sortiment konnten die Teilnehmer der Reise mit Sortiments-spezifischen Boniturbögen selbst bewerten. Ulrike Leyhe, technische Leiterin der Weihenstephaner Gärten, gab hierzu Hinweise zum Vorgehen. (ZVG/BdS)

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