Stauden: Bieten Insekten ein Menue aus 1000 und einer Pflanze

Einladung für Insekten über Frühling, Sommer und Herbst. das „Stauden-Menue für Insekten“ des Bundes deutscher Staudengärtner (BdS) lädt zum Speisen ein.

Was darf es sein? Der Betrieb Stauden Becker in Dinslaken lud zu Tisch. Foto: Kordula Becker.

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„Liebe Insekten, in unserer Staudengärtnerei haben wir von Frühling bis Herbst den Tisch für Euch gedeckt. Zaubert Euch aus unserem Angebot von mehr als 1000 verschiedenen Arten und Sorten ein Menü und variiert es nach Belieben.“ Mit dieser Ansprache lädt das „Stauden-Menue für Insekten“ des Bundes deutscher Staudengärtner (BdS) zum Speisen ein. Die Vorspeisen des Frühlings, das Hauptgericht des Sommers und das Dessert des Herbstes zeigen beispielhaft je zwölf Stauden und Geophyten, die eine Bienen- und Schmetterlingsweide sind. Neben all den heimischen Stauden sind speziell im Herbst auch viele nicht in Europa originär heimischen auf der Karte zu finden. „Bei den sich stärker in den Herbst hineinziehenden warmen Sommertagen benötigen Insekten auch länger Nahrung“, stellt Michael Moll, Vorsitzender des Bundes deutscher Staudengärtner fest. In Gärten und Parks ist klar zu sehen, dass Insekten die Pflanzen einzig danach auswählen, welche ihnen zur Nahrung dienen. „Unsere Staudengärtnereien sind selbst schon Bienenweiden und wir sehen genau, auf was Bienen, Hummeln und Schmetterlinge fliegen.“

Die Vielfalt im Staudenangebot über die gesamte Vegetationsperiode dient auch anderen Insekten, bekräftigt Moll. Untersuchungen zu Wechselwirkungen zwischen dauerhaft angelegten Pflanzungen und der sich darin einstellenden Insekten- und Tierwelt wären wünschenswert als Nachweis für die Notwendigkeit, nachhaltige Biotope zu schaffen. Die Menue-Karte dient den BdS-Mitgliedern zur Information und Werbung für ihre Kunden und wird nur über die Mitglieder verteilt. Eine sehr einladende Tafel präsentierte Stauden Becker, Dinslaken, ihren Kunden beim Tag der offenen Tür. (ZVG/BdS)

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