bdla: Konjunkturbelebung durch Innovation und Baukultur

In einem Vier-Punkte-Plan „Konjunkturbelebung durch Innovation und Baukultur“ haben 21 Verbände der Planungs- und Bauwirtschaft, darunter der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten bdla, ihre Vorschläge für die Politik zur Bewältigung der Corona-Krise zusammengefasst.

Der bdla hat an dem Vier-Punkte-Plan zur Konjunkturbelebung mitgewirkt.

Am 26. Mai 2020 übergaben Vertreter der Bundesarchitektenkammer (BAK) und der Bundesstiftung Baukultur den Plan an Anne Katrin Bohle, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

„Die Planungs- und Bauwirtschaft kann bei der nun anstehenden Konjunkturbelebung helfen, einen nachhaltig gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen, etwa in den Bereichen Mobilität, Digitalisierung, Wohnen oder Klimaschutz“, sagte Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur.

Es geht u.a. darum, den Klimaschutz baulich umzusetzen. „Konjunkturelle Maßnahmen sollten direkt mit gesellschaftlichen und umweltpolitischen Anliegen verknüpft werden; hierbei sind die Folgen des Klimawandels prioritär.“ „Insbesondere bei Innenentwicklungen sind akzeptanz-und umweltverbessernde Maßnahmen zur Aufwertung des Stadtgrüns und der Biodiversität im Wohnumfeld gleichzeitig zu realisieren.“

Ein weiterer Punkt zielt auf die Stärkung der öffentlichen Räume. „Die Bedeutung der öffentlichen Räume ist durch die Corona-Krise in den Fokus gerückt. Die Kommunen sollten finanziell dabei unterstützt werden, diese als Erholungsflächen und Orte der gesellschaftlichen Teilhabe, Kommunikation und Begegnung für die Bevölkerung zu qualifizieren und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Diese Investitionen sind vom Aufwand-Nutzen-Verhältnis her besonders wirksam und kurzfristig umsetzbar.“

Auch wenn krisenbedingt Prozesse beschleunigt werden sollen, sind bewährte Methoden zur baukulturellen Qualitätssicherung zu(be)wahren. „Wettbewerbs-und Beteiligungsverfahren und der Einsatz von Gestaltungsbeiräten bei Bauprojekten müssen gezielt gestärkt werden, um für die Nachwelt baukulturelle Werte zu schaffen und zu sichern.“

BAK-Präsidentin Barbara Ettinger-Brinckmann betonte,„an jede Förderung sollte eine Forderung nach Qualität und Nachhaltigkeit geknüpft werden. Dabei muss der öffentliche Bauherr seine Vorbildfunktion wahrnehmen und gezielt in den Wert unserer gebauten Umwelt investieren, sowohl in den Städten als auch in ländlich geprägten Räumen.“ (bdla)

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