BdB: Fordert Umweltfonds der Industrie

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. macht auf die Wirkung von Bäumen als natürliche Feinstaubfilter aufmerksam.

Attraktive Feinstaubfilter im Hamburger Stadtbild. Bild: Graf von Luckner für den BdB.

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Anlässlich des Abgas-Gipfels im Kanzleramt, zu dem Bundeskanzlerin Merkel heute die Bürgermeister aus etwa 30 Kommunen empfängt, macht der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. auf die Wirkung von Bäumen als natürliche Feinstaubfilter aufmerksam.

„Es ist richtig und gut, dass über technische Lösungen nachgedacht wird, wie Autos künftig weniger Feinstäube emittieren. Aber die Kommunen müssen auch die Infrastruktur schaffen, um ausgestoßene Feinstäube aus der Luft zu filtern. Dies gelingt am besten mit Bäumen“, argumentiert BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl in Berlin.

Trotz aller Anstrengungen um das städtische Grün präsentierten sich viele deutsche Gemeinden in erster Linie als Stein- und Betonwüsten. „Hier muss schnell Abhilfe geschaffen werden. Wir brauchen einen raschen Ausbau der grünen Infrastruktur und die Anpflanzung möglichst großer Bäume, um natürliche Filteranlagen in die Städte zu bringen. Dazu eignen sich sowohl Laub- als auch Nadelbäume“, so Guhl weiter.

In diesem Zusammenhang fordert Guhl, dass die Autohersteller kurzfristig einen gemeinsamen Umweltfonds auflegen, in dem Gelder für die Begrünung mit Gehölzen durch die Kommunen gesammelt werden. „Dies wäre ein wichtiger ergänzender Schritt der Industrie, um den oft finanziell klammen Städten Wege zur Feinstaubminderung zu ermöglichen. Größte Nutznießer dieser Maßnahme wären Mensch und Natur gleichermaßen“, erläutert Guhl abschließend. (BdB)

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