BCM: Insolvenzverwalter arbeitet an Lösung

Im August hat die BCM Baumschule Christoph Marken GmbH & Co. KG beim Amtsgericht Oldenburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Seitdem wird an einer Lösung im Rahmen eines sogenannten Insolvenzplanes gearbeitet.

Auf den Hausmessen zeigt BCM Baumschule Christoph Marken das Gesamtportfolio. Bild: BCM Baumschule Christoph Marken.

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Seinerzeit wurde als Grund für den Insolvenzantrag Liquiditätsschwierigkeiten genannt. Diese hätten zum einen aus einem erheblichen Umsatzrückgang, bedingt durch den kompletten Wegfall des Marktes in Russland infolge des Ukrainekrieges, resultiert. Zum anderen hätten diverse Kostensteigerungen die Liquidität belastet. Im November 2022 eröffnete das Amtsgericht Oldenburg das Verfahren und bestellte Dr. Christian Kaufmann zum Insolvenzverwalter. 

Insolvenzverwalter Dr. Christian Kaufmann von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH sagt auf Nachfrage der GABOT-Redaktion: „Kunden und Lieferanten haben gut auf die aktuelle Situation reagiert, sie arbeiten trotz der Antragstellung weiter mit dem erfahrenen Fachbetrieb zusammen. Das sind gute Voraussetzungen. Wir arbeiten derzeit an einer Nachfolgelösung für den Betrieb“.

Dr. Kaufmann und sein Team führen zudem auch Gespräche mit den Gläubigern, um unter anderem eine Lösung im Rahmen eines sog. Insolvenzplanes zu erarbeiten. Generell gilt: Wenn die Gläubiger zustimmen, kann ein Insolvenzplan erstellt werden und das Verfahren voraussichtlich im Sommer nächsten Jahres aufgehoben werden. Dr. Kaufmann wird im PLUTA-Team unter anderem von Rechtsanwältin Christine Behrens und Wirtschaftsjuristin Nicole Neumerkel unterstützt.

Seit 2007 ist der Namensgeber Christoph Marken auch Eigentümer der BCM Baumschule. Sie betreibt seit über 50 Jahren Baumschulen auf einer Fläche von ca. 66 Hektar im Ammerland an insgesamt vier Standorten. Außerdem werden rund 34 Hektar an Landwirtschaftsfläche mit Getreide und Mais bewirtschaftet. Besonders bekannt ist die Gruppe für ihre Bestände von Rhododendron, Laubgehölzen, Rosen und Bambus sowie Koniferen und Beerenobst. Alle Produkte können in Größen von einem bis zu 1.000 Litern erworben werden.

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